Europaschule
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Es geht voran ..... (Teil 19)

Stress in der Anstalt oder die Fährnisse beim Bauen



1. Kapitel: „Zieh aus, zieh ein.....“

Europa und ihr Stier scheinen sich wieder zu ärgern: Möbelberge in der Europahalle! Und das direkt unter der Nase!
Gerenne und Gelaufe, Schleppen und Wegwerfen – das war der September!
Wie viele Altpapier-Tonnen haben wir gefüllt?! Wie viel Sperrgut in die entsprechenden Container gefüllt?!

Leider mussten wir beim Ausräumen auf die berühmte Lübecker Firma, für die wir hier keine Schleichwerbung machen wollen, verzichten. Und so packten alle an, Lehrkräfte und Schüler, Hausmeister und zu guter Letzt die Sekretärinnen, deren Büro in den Herbstferien neu „elektrifiziert“ und gestrichen werden soll. 


Die Stufenleiter zogen aus  ihren Büros aus und brachten einen Gutteil ihrer Unterlagen in die Privatwohnung, und Herr Harz musste Abschied von seinem geliebten Arbeitsplatz im kleinen Lehrerzimmer nehmen.

Das Kollegium leerte die Schränke im Lehrerzimmer und die Regale in der Bibliothek und mehrere Klassen halfen, die Möbel in die Europahalle oder in den Raum 111 zu bringen, wo sich jetzt 65 Lehrkräfte auf engstem Raum tummeln. Das ist alles anstrengend und zerrt an den Nerven, aber andererseits: Welch eine Befreiung vom Gerümpel und von alten Schriften, die seit Jahren nicht mehr in die Hand genommen wurden! Die Schule wird so richtig einmal durchgepustet! Aktion gegen das Gerümpel im Alltag, und alles ohne Feng Shui!

Mit viele Gerümpel hatten auch die Chemiker zu kämpfen; auch sie mussten alles wegschaffen, denn die Modernisierung ist auf dieser Großbaustelle ein weiteres Projekt, das wir später dokumentieren werden.

Wegen der Elektroarbeiten wurden die Einbauschränke im Lehrerzimmer von der Wand genommen, und da kam Unschönes zutage. Die Wand dahinter war durch Lecks im Dach über die Jahre hin feucht geworden und die Rückwände der Schränke verschimmelt. Das ist also die Erklärung dafür, dass manches Fach unerträglich müffelte. Da ist guter Rat teuer, im wahrsten Sinne des Wortes: Die Wand muss neu verputzt werden, das treibt mal wieder die Kosten in die Höhe.

Unklar ist, was mit den Schränken passieren soll. Mit neuer Rückwand wieder einbauen oder in den Container werfen? Neue gibt es auf jeden Fall nicht, das sieht der Etat der klammen Hansestadt nicht vor.
Weil Unvorhergesehenes passiert, muss Herr Flittiger jeden Tag auf die Schnelle Entscheidungen treffen, mit deren Folgen die Schulgemeinschaft u.U. lange leben muss. Bei diesem Zeitdruck raucht der Kopf! Das ist Stress pur!

Es gibt aber auch Positives zu vermelden: Das neue Lernzentrum ist bezogen und Frau  Piontek hat sich schon häuslich eingerichtet.

Und in dieser Woche vor den Ferien konnten die Musiker ihre Instrumente in den neuen Musiktrakt bringen, was allerdings nicht ohne Verwerfungen abging. Die Putzkolonne war am Morgen nach dem Nationafeiertag nicht wie verabredet um 6.00 Uhr erschienen und so war der von Herrn Pribnow mühsam ausgearbeitete Putzplan hinfällig. Denn ein Rädchen sollte ins andere greifen: Die Musiker raus aus dem Turm, die Künstler raus mit ihren Materialien aus den neuen Fachräumen und rein in die Turmräume, die Klassen aus dem 70er-Jahre-Trakt (Abriss im Oktober geplant!) rein in die leeren Fachräume. Am Ende hat es dann doch geklappt.
Und in den Musikräumen sieht es schon halbwegs manierlich aus.

2.Kapitel: Arbeiten im Lehrer- und Musiktrakt

Das ist der Plan für die Lehrergarderobe, den Kopierraum und die Lehrertoiletten. Beim Plan ist es nicht geblieben: Die Klempner bauten die Sanitärtechnik ein und die Trockenbauer zogenTrennwände. Auch dabei wieder Pech: Die Zwischenwände der Kabinen waren zu kurz geraten und mussten um 7 cm verlängert werden, weil sonst die Trennwand mit den Türen im Bereich des Fensters gelandet wäre. Die Flüche, die hier auf dem Örtchen ausgestoßen wurden, kann man sich vorstellen. Wieder Zeit verloren!
Inzwischen ist der Schaden behoben, die Maler haben die Räume schon gestrichen, jetzt müssen noch die Fliesenleger ran.

Auf dem Gang zu Lehrerzimmer rissen die Maurer, pardon, die Maurerin und der Maurer, das letzte alte Fenster heraus und verkleinerten die Öffnung auf die Größe der Fahrstuhltür. Das ging mal wieder ruck zuck, am zweiten Tag war das Verputzen der neuen Mauer erledigt. Auch die Tür zum Schulhof mit den Fahrradständern wurde geschlossen. Wieder eine Kältebrücke weg und eine Tür weniger, die abends abgeschlossen werden muss.

Heute wurden die Fenster im Lehrerzimmer herausgerissen. Da flogen die Funken beim Abflexen der Metallhalterungen. Der Einbau der neuen Fenster ist ein größerer Akt, denn die Wand darunter muss neu aufgemauert werden. Sie bestand bisher nur aus dünnen Platten mit einer Schicht Glaswolle dazwischen. Kein Wunder, dass die Energiekosten so hoch waren.


Im neuen Musiktrakt haben die Elektriker Leitungen verlegt und die Trockenbauer die Decken mit Rigips verkleidet. Das wirkt heller als die alte Holzdecke, die aber auch ihren Charme hatte.

„Wie viele Quadratmeter Rigips-Platten haben Sie hier eigentlich schon verbaut?“ Mit meiner Frage wurde ich weiterverwiesen: „Das weiß Manni, der bestellt immer die Platten.“ Ja, als ich ihm die Frage stellte, sah man die Rechenmaschine in seinem Kopf arbeiten und die Antwort war erstaunlich: „Etwa 4500 Quadratmeter Platten haben wir bestellt, da gibt es aber auch noch Abfall beim Einbau. Jede Platte hat 2,5 Quadratmeter und wiegt zwischen 22 und 25 kg, die Platten mit besonderem Feuerschutz sind etwas schwerer. Ja, und dann haben wir noch an die 2000 Quadratmeter Akustikdecken eingezogen.“
Alle Achtung! Wer hätte das gedacht? Und man bekommt eine Ahnung davon, was so ein Trockenbauer an einem Tag an Kilos schleppt und über den Kopf an die Decke stemmt. Dürfte wohl auf den Rücken gehen!


Sabine Jebens-Ibs
6. Oktober 2011


Fotos: © Thomas-Mann-Schule -  Sabine Jebens-Ibs

Baubeginn Juni 2010
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Es geht voran ... Teil 4 / 3. November 2010
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Es geht voran ... Teil 6 / 15. Januar 2011
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Es geht voran ... Teil 8 / 04. März 2011
Es geht voran ... Teil 9 / 17. März 2011
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Innenhof September 2012 - 05.09.2012



 
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