Probenfahrt Musical WPU 2015

Seit Beginn des Schuljahres 2014/15 gibt es für angehende Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs die Möglichkeit, das Fach “Musical” im Wahlpflichtbereich zu belegen. Der Kursunterricht ist auf zwei Jahre angelegt und arbeitet projektorientiert, wobei das Projektziel in der Erarbeitung und Aufführung eines Musicals besteht. Der aktuelle Kurs hat 26 Schülerinnen und Schüler und wird gemeinsam von den Musiklehrkräften Wiebke Forche und Tilman Kracke geleitet. Gegenstand der Erarbeitung ist das Musical “Atemlos” des Bamberger Autorenteams T. Wenkemann und J. Hamprecht-Göppner.

Aufführungen dieses Stückes werden voraussichtlich im Herbst 2015 stattfinden. Im April dieses Jahres unternahmen alle Beteiligten zur Intensivierung der laufenden Probenarbeit eine dreitägige Probenfahrt in die Jugendbildungsstätte Klingberg/Scharbeutz. Die Schülerinnen Janna und Jasmina haben jeweils ihre persönlichen Eindrücke schriftlich festgehalten.




Janna, 8c

Unser Musicalkurs des achten Jahrgangs besuchte vom 20. bis zum 22. April die Jugendbildungsstätte Klingberg/Scharbeutz, um dort für unser Projekt, natürlich ein Musical, zu proben. Und genau das taten wir auch – sehr lange, sehr viel und meistens voll konzentriert! Als wir in der Jugendbildungsstätte ankamen, waren wir alle sehr gespannt auf das Innere und das großzügige Gelände, von dem uns Herr Kracke bereits vorgeschwärmt hatte. Nachdem uns der nette Herbergsvater mit den Regeln und der Bedeutung der Einrichtung – ursprünglich  ein Treffpunkt der Unitarier – bekannt gemacht hatte, ging es an die Zimmerverteilung. Als wir alle nach überraschend kurzer Zeit in Zimmer aufgeteilt waren und diese bezogen hatten, hatten wir knapp eine Stunde Zeit, das gesamte Haus zu besichtigen. Wir hatten alle so unsere Vorstellungen, doch die Größe und Weite des Geländes hatten wir unterschätzt, von einem gut ausgestatteten Spielplatz und einer großen Grünfläche mit Fußballtoren bis hin zu einem kleinen Bach mit Holzbrücke war für jeden ein Ort vorhanden, an dem er sich wohlfühlen konnte. Doch nach all dem Staunen mussten wir auch schon an die Arbeit, bzw. an die Proben gehen. Das Gebäude war unterteilt in verschiedene Bereiche. Das Einsingen und Einüben neuer Songs mit Herrn Krackes Unterstützung am Klavier fand auf der ersten Empore statt. Sie war über eine Treppe vom Erdgeschoss zu erreichen. Doch natürlich gehört zu einem Musical noch mehr und so lernten wir von Frau Forche unterschiedliche Choreografien und probten einzelne Szenen in der Mehrzweckhalle. Dort war es zwar nicht sehr farbenprächtig, aber nahezu perfekt geeignet für alles, was mit Bewegung zu tun hatte.

Das Menü war abwechslungsreich und gegessen haben wir alle zusammen in einem mit rotem Fußboden abgetrennten Bereich im Erdgeschoss. In diesen drei Tagen fanden wir trotz Proben sowohl Zeit für Freizeit, Wanderungen, etc., als auch für zwei Geburtstagskinder am Dienstag. Am letzten Abend schauten wir uns erst das Ergebnis einer besonders anspruchsvollen Probe an und fanden uns dann alle am großen Kamin mit Sitzgelegenheiten wieder. Ein gemütliches Feuer wurde entfacht und wir sangen, spielten Gitarre, redeten und genossen die gemeinsame und stressfreie Zeit, die man ja in der Schule selten findet.

Es war ein toller Abschluss und sehr witzig für jeden von uns, doch es gab ein Problem, nämlich die Sorge, wie man am nächsten Tag zurück nach Hause kommen würde, da ja (mal wieder) ein Bahnstreik stattfand. Doch dank Herrn Krackes und Frau Forches Planung gründeten wir Fahrgemeinschaften und ließen niemand allein zurück!

Allerdings passierte eines der schönsten Dinge noch am Mittwochvormittag, als wir uns alle zusammenfanden, ein paar Erfolge präsentierten und uns schlussendlich in einen Kreis setzten. Im Kreis durften wir sagen, wer uns persönlich besonders gut gefallen hat oder was das Schönste für uns war.

Wir alle sind sehr dankbar für diese Zeit, die wir gut genutzt haben, indem wir äußerst produktiv waren. Manchmal bemerkten wir auch, wie sehr die Konzentration leidet, wenn man so viel probt, doch dann ordneten Herr Kracke und Frau Forche eine Pause an, in der wir trinken oder uns ein bisschen bewegen konnten. Unser Musical ist jetzt also um ein ganzes Stück weiter gekommen und man darf gespannt sein, was noch kommt und vor allem auf das Endergebnis, das wir niemandem vorenthalten wollen.

Es wird wahrscheinlich auch mehrere Aufführungen geben. Machen Sie sich bereit für das Musical des 8. Jahrgangs!

Janna, 8c


Jasmina, 8d

Erster Tag

Montagmorgen um 7:50 Uhr ging es los. Alle standen mit ihren Koffern und Taschen vor dem Lübecker Hauptbahnhof und warteten auf den Zug. Schon so früh am Morgen war gute Stimmung. Nach einer knappen halben Stunde Fahrt waren wir in Scharbeutz angekommen. Ein Taxi nahm unser Gepäck mit und alle machten sich auf den Weg zur Bildungsstätte. Dort wurden wir in die Hausregeln eingewiesen und durften unsere Zimmer beziehen. Die Zimmer waren groß und fast jedes hatte ein eigenes Badezimmer. Bis zum Mittagessen um 12:30 Uhr hatten wir frei, um das Gelände zu erkunden. Nach dem Essen hatten wir eine Stunde frei, bis wir einen Probenblock von 2 Stunden hatten. Durch die gute Stimmung war das Proben entspannt und die Zeit verging wie im Fluge. Um 18:00 Uhr gab es Abendbrot. Danach hatten wir alle Zeit unsere Texte zu lernen und die Lieder und deren Choreographie zu wiederholen.
Um 22:00 Uhr war schließlich Bettruhe.

Zweiter Tag
Um 7:00 Uhr mussten wir aufstehen, damit wir für das Frühstück um 8:00 Uhr fertig waren. Die meisten sahen noch etwas verschlafen aus, trotzdem hatte jeder schon so früh am Morgen gute Laune. Während des Essens wurde uns der Plan des Tages mitgeteilt. Ebenfalls wurde dieser ausgehängt, um im Laufe des Tages immer mal wieder nachschauen zu können, wo man als nächstes hin musste.
Der erste Probenblock war um 9:00 Uhr für 2 Stunden angesetzt. Danach fanden für manche von uns Soloproben statt, währenddessen die anderen frei hatten. Bis zum Mittagessen hatten nun alle frei. Da alle von dem Vormittag schon geschafft waren, hatten wir beschlossen, einen Spaziergang in den benachbarten Wald zu machen. Es war entspannt und man hatte noch Zeit, seinen Text zu lernen.
Am Abend, nach dem Abendessen, versammelten wir uns alle am großen Kamin im Haus. Wir machten ein Feuer und die Stimmung war ausgelassen. Wir sangen alle gemeinsam die Lieder, die einem gerade in den Kopf schossen und alle sangen mit. Wir schmetterten nur so und Frau Forche wollte diese Kraft in der Stimme auch am nächsten Tag von uns hören, doch wir bezweifelten dies, da wir bestimmt heiser waren. Bis 23:00 Uhr saßen die meisten am Feuer und genossen das Beisammensein. Danach war Bettruhe und alle waren komplett geschafft vom Tag.

Dritter Tag
Wir standen auf wie am Vortag, nur dass manche von uns das „Guten Morgen“ krächzen, weil sie das Singen übertrieben hatten. Wieder wurde uns der Plan des Tages mitgeteilt und alle suchten eine Mitfahrgelegenheit, um nach Hause zu kommen, da die Zugführer streikten.
Um 9:00 Uhr hatten wir unsere einzige Probe für den Tag und die Stimmung war wie am ersten Tag.
Danach gab es ein Feedback der Fahrt und es wurde ein Plan aufgestellt, wer welchen Raum zu putzen hatte und jeder machte sich an die Arbeit. Nachdem auch unsere Zimmer sauber waren, wurde eine kleine Zimmerkontrolle durchgeführt. Danach hatten wir frei, bis wir abgeholt wurden.

Jasmina, 8d    26.05.2015




Foto: © W. Forche, T. Kracke


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