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„Vorsicht Politik!?“
TMS-Schülerinnen nehmen an
einem Planspiel in Kiel teil

Strahlend blauer Himmel begrüßte uns, als wir in Kiel, der Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins, ankamen. Doch wir waren nicht zur Erholung gekommen.
Ziel unserer Reise war die Herman-Ehlers-Akademie, die ein Planspiel namens „Vorsicht Politik!?“ veranstaltete. Anne Lindacher und ich vertraten dort unsere Schule.
 
Ziel des Planspiels war es, wie der Name vielleicht schon schließen lässt, etwas Licht ins Dunkel der Politik auf Landtagsebene zu bringen. Der erste Programmpunkt war die Begrüßung der Teilnehmer, welche nicht nur Schüler, sondern auch Wehrdienstleistende und Politikstudenten waren. Anschließend diskutierten wir im Plenum über mögliche Themen. Grundlage dafür bildete die Zeitung „Blau“, die mit der BILD zu vergleichen war, und die wir täglich bekamen. Im Anschluss daran verteilten wir uns auf die einzelnen Fraktionen und diskutierten in der Gruppe über die Themen, zu denen wir Gesetzesanträge verfassen und durchbekommen wollten. Denn genau das war das Ziel des Spiels.

Am nächsten Morgen trafen wir uns nach dem Frühstück in den Fraktionen wieder. Die Fraktionen waren übrigens fiktiv benannt worden, es war jedoch möglich, Parallelen zu den „echten“ Parteien zu ziehen. Wir wählten die Fraktionsvorsitzenden (ich war eine davon) sowie den/die Kandidaten/in für den Posten des Landtagspräsidenten/ der Landtagspräsidentin. Nun folgte wieder das in der Politik sehr beliebte Diskutieren über die Themen und langsam fingen wir an, die Ergebnisse unserer Diskussionen in den vorher gebildeten Arbeitsgruppen in Gesetzesanträge zu fassen.
Nach dem Mittagessen hieß es ein bisschen Beeilung, denn der Bus fuhr pünktlich. Wohin? In den schleswig-holsteinischen Landtag. Dort saßen wir im Plenarsaal mit traumhaftem Blick auf die in der Sonne glitzernde Kieler Förde, wo gerade die MS Color Magic ablegte. Im Plenarsaal erfuhren wir viel über den Ablauf einer Plenarsitzung und wir konnten einem Landtagspolitiker, Niclas Herbst, CDU, ein paar Fragen wie zum Beispiel: „Was macht der Ministerpräsident genau?“ oder „ Was macht Ihnen mehr Spaß? Die Arbeit im hier im Landtag oder draußen in den Kommunen?“ stellen. Nach etwa zwei Stunden fuhren wir wieder in die Akademie zurück, wo wir uns wieder der Arbeit in unseren Fraktionen widmeten und schließlich mit den anderen Fraktionen in die Verhandlungen gingen.

Am nächsten Tag stand nämlich die große Plenarsitzung des Spiels an und jede Fraktion wollte natürlich ihren Antrag durchbekommen. Nach dem Abendessen schrieben einige noch an ihren Reden für den nächsten Tag. Am letzten Tag trafen sich die Fraktionsvorsitzenden, deren Stellvertreter und der Kandidat für die Landtagspräsidentschaft im so genannten Ältestenrat, um die Tagesordnung für die sich anschließende Plenarsitzung zu erstellen. Dann folgte das große Diskutieren, Reden wurde gehalten und schließlich Gesetzesanträge verabschiedet. Nach dem Mittagessen ging es in die Reflexionsphase, wo wir die letzten drei Tage Revue passieren ließen. Wieder waren zwei Politiker dabei, einmal Herr Herbst vom Vortag und ergänzend der Fraktionsvorsitzende der FDP, Herr Heiner Garg. Auch diesmal konnten wir Fragen loswerden und erkannten in den Erzählungen eine Menge aus unserem Spiel wieder.
Alles in allem war der Aufenthalt in Kiel sehr lehrreich und ich würde jedem ans Herz legen, daran teilzunehmen, da es eine gute Verständnishilfe für die Schule ist.

Michaela Woycke, 11g
03.04.2009


 
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