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Wirtschaft/Politik


Lübecker Nachrichten, vom 10.03.2007

Patenschaften von Firmen

und Schulen sind ein Erfolg


Fit für die Arbeitswelt: Tausende von Schülern nutzten
seit 2003 die Angebote von „P.I.S.A.“ in Lübeck.


VON TORSTEN TEICHMANN / LN

Es ist eine Erfolgsgeschichte: Die „Pateninitiative Schule & Arbeit“ (P.I.S.A.) hat Firmen und Schulen in der Hansestadt zusammenrücken lassen. Mittlerweile beteiligen sich 35 Schulen an „P.I.S.A.“. Lübecker Unternehmen schlossen bereits 50 Schulpatenschaften.
Die Lübecker Initiative, die Jungen und Mädchen frühzeitig während der Schulzeit an die Arbeitswelt heranführt, hat in Schleswig-Holstein Vorbildcharakter. „P.I.S.A.“ war am 22. Mai 2003 von den Unternehmen Cabus und Brüggen sowie der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck, der Thomas-Mann-Schule (TMS) und dem Lübecker Schulamt auf den Weg gebracht worden. Gestern wurde bei der „Cabus Business Solutions GmbH“ im Beisein aller Initiatoren Zwischenbilanz gezogen. IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernd Rohwer hob dabei die Bedeutung eines „zielorientierten Lernens“ hervor. Es sei wichtig, die Schüler frühzeitig an die Arbeitswelt heranzuführen, damit sie bei „ihren Berufsvorstellungen sicherer werden“. Er nannte „P.I.S.A.“ eine „beispielhafte Initiative“, die weiter Schule machen müsse. Denn leider sei die Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft „in vielen Teilen noch immer unterbelichtet“.
Für Cabus-Geschäftsführer Holger Leu bietet die Pateninitiative den Unternehmen die „Riesenchance“, im Rahmen von Betriebspraktika und schulischen Aktionen die Auszubildenden von morgen frühzeitig kennen zu lernen. Cabus-Prokurist Andreas Köster hob hervor, dass man mit dem Projekt mittlerweile „82 Prozent der Lübecker Schulen abgedeckt hat“. Künftig lege man den Schwerpunkt der Arbeit nicht auf neue Patenschaften, sondern auf eine weitere Qualitätssteigerung des Angebots.
Peter Flittiger, Schulleiter der Thomas-Mann-Schule, unterstrich die hohe Bedeutung, Schüler an die „Lebenswelt“ heranzuführen. Die Patenschaft, die Cabus für seine Schule übernommen habe, zeige Wirkung. „Besser kann man die Anforderungen der Wirtschaft beziehungsweise der Arbeitswelt nicht darstellen,“ sagte auch Claudia Hayde, die für die Patenschafts-Kooperation zuständige Lehrerin der TMS. Und Sabine Jebens, Leiterin der TMS-Orientierungsstufe, verdeutlichte, dass es auch für viele Schülerinnen und Schüler auf dem Gymnasium schwierig sei, die richtige Berufswahl zu treffen.
Die „P.I.S.A.“-Gründer waren sich einig, dass eine enge Verbindung zwischen Schule und Wirtschaft „eine Zauberformel ist“, um ein Scheitern von Bewerbern durch einen Mangel an Ausbildungsreife zu vermeiden. Rohwer machte jungen Leuten Mut. Es gebe einen Mangel an gut ausgebildeten und motivierten Nachwuchskräften.

Wir danken Herrn Teichmann für die Überlassung des Copyrights.
(12.03.2007)

Links:
P.I.S.A. an der Thomas-Mann-Schule (Bericht vom 08.01.2005)

P.I.S.A. für Lübeck - PatenInitiative Schule &  Arbeit für Lübeck

 

 
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