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Ver ( Fair-)besserung
Die 9c untersucht, wie Transfair die Lebensbedingungen der Arbeiter auf den Kakaoplantagen in Afrika verbessert.

Die Erziehung zum mündigen Konsumenten ist Teil des Unterrichts in Wirtschaft / Politik für die Mittelstufe. Die Klasse 9c beschäftigte sich u. a. mit den Produktionsbedingungen für Kakao an der Elfenbeinküste, dem weltweit größten Produzenten dieses für die Schokoladenherstellung wichtigen Rohstoffs.

Obwohl  alle Kakao produzierenden Staaten 2009 ein Abkommen unterzeichnet haben, das Kinderarbeit untersagt, werden nachweislich Minderjährige im großen Stil für die Arbeit auf den Kakaoplantagen versklavt. Die Konsumenten von Schokolade erfahren davon nichts. Einige wenige Großhändler kaufen die Kakaoernten in diesen Ländern auf und beliefern die Schokoladenhersteller in Europa und den USA.

Hier setzt Transfair an. Die Organisation ermöglicht bäuerlichen Kleinbetrieben und solchen, die sich zu Genossenschaften zusammenschließen, den Marktzugang, sodass sie nicht mehr an die Konzerne, die das Geschäft beherrschen und die Preise diktieren, verkaufen müssen. Bauern erhalten einen garantierten Mindestpreis für ihre Ernten, der über dem stark schwankenden Preis an den Rohstoffbörsen liegt. Dadurch haben die Kleinbetriebe und Genossenschaften ein gesichertes Einkommen.


Dilara und Emma recherchieren zu den Transfair-Standards im Kakaoanbau

Der faire Handel verfolgt aber nicht nur wirtschaftliche Ziele, sondern auch soziale. Über eine zusätzlich gezahlte Fairtrade-Prämie entscheiden die Genossenschaften gemeinsam, sodass demokratische Mitbestimmungsformen von Beginn an eingeübt werden. Von den Prämien werden z.B. Schulen eingerichtet. Die Bildung der Kinder ist ein weiteres wichtiges Anliegen von Transfair, Kinderarbeit ist verboten. Die dritte Säule des fairen Handels betrifft die Ökologie. Transfair fördert z.B. den Anbau von Produkten nach Bio-Standards durch die Zahlung von Aufschlägen und untersagt gentechnisch veränderte Organismen.


Lukas sucht Informationen zu weiteren fair gehandelten
Produkten wie z.B. Rosen.


Das zentrale Anliegen des fairen Handels ist, dass die Produzenten ein selbstbestimmtes Leben führen und sich und ihre Familien mit ihrer Arbeit ernähren können. Dafür müssen die Konsumenten höhere Schokoladenpreise in Kauf nehmen. Die Schülerinnen und Schüler der 9c lernten  bei einer Schokoladenverkostung am Ende der Unterrichtseinheit  fair gehandelte Schokoladensorten kennen, die hervorragend schmecken und nur wenig höher im Preis liegen als herkömmliche Produkte.


Yara und Lenike präsentieren die verkosteten Schokoladensorten

Mechthild Piechotta
9.2.2014


 
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