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Ausbildung oder Studium?
An der Berufsakademie geht beides gleichzeitig!

Die Klasse 11e informierte sich im Rahmen des Zisch-Projektes (Zeitung in der Schule) über das Duale Studium an der Berufsakademie.

Zukünftige Betriebswirte, Wirtschaftsingenieure und Wirtschaftsinformatiker, die auf eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis Wert legen, sollten über ein Duales Studium nachdenken: Während man einen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen abschließt und dort z.B. die Ausbildung zur Industriekauffrau/zum Indusstriekaufmann absolviert, ist man gleicheitig Studentin/Student an der BA und erwirbt in drei Jahren den Bachelor-Abschluss zum/zur Betriebswirt/in, Wirtschaftsingenieur/in oder Wirtschaftsinformatiker/in. Dieser Bachelor-Abschluss ermöglicht anschließend den Zugang zu den Master-Programmen der Hochschulen.
   
Dr. Christiane Ness, Dozentin an der BA, sowie Jana Behr, Studentin an der BA mit einem Ausbildungsvertrag bei Smurfit Kappa, informierten die 11e über Studieninhalte sowie Vor- und Nachteile des Dualen Studiums.  
Ein Vorteil ist mit Sicherheit die Ausbildungsvergütung von ca. 800 Euro (abhängig vom jeweiligen Unternehmen), welche die Studenten monatlich ausgezahlt bekommen – im Gegensatz zum Studium an einer Hochschule fällt das Jobben neben dem Studium oder in den Semesterferien weg. Auch die Verzahnung von Theorie und Praxis ermöglicht es, theoretische Inhalte gleich in der Praxis zu erleben, zu überprüfen und - wie Jana anschaulich beschrieb – dem Unternehmen im Rahmen der Semesterarbeit Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten. Auslandsaufenthalte, die in Janas Fall auch noch vom Unternehmen bezahlt wurden und sie nach Schottland und Singapur führten, tragen ein Weiteres zur Qualifikation der Nachwuchsführungskräfte bei. Führungsaufgaben in mittleren und gehobenen Positionen in der Wirtschaft sind das Ziel der Absolventen der BA, von denen die meisten von ihren Betrieben übernommen werden und gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. 

Nach den Nachteilen des Dualen Studiums gefragt, machte Jana jedoch auch deutlich, dass es hart und stressig sei. In den Theoriephasen, die sich mit den Praxisphasen im Betrieb abwechseln, haben die Studenten bis ca. 17 Uhr Unterricht, schreiben Klausuren und ihre Semesterarbeiten. Jana reduziert ihr Privatleben und meldet sich nach eigenen Worten bei ihren Freunden in diesen Phasen ab, da das Studium sie zu stark in Anspruch nimmt. Aber – und das machte sie vor den Schülerinnen und Schülern sehr deutlich – sie weiß, wofür sie das macht und sie möchte sich vor den anderen  BWL Studenten abheben. Ein weiterer Nachteil könnten die sechs Wochen Jahresurlaub sein, die im Vergleich zu den Semesterferien an Hochschulen auf den ersten Blick sehr kurz erscheinen. Für das  “wilde” Studentenleben ist in nur sechs Wochen kaum Zeit. Insgesamt ist das Studium an der BA sehr verschult und es bleibt keine Zeit, in andere Fachbereiche hineinzuschnuppern und – wie an Hochschulen möglich – z.B. mal an einer Philosophievorlesung teilzunehmen. Man könnte der Ausbildung an der BA vorwerfen, sie sei zu stark an den Bedürfnissen der Wirtschaft ausgerichtet und bilde die Studenten rein für ihre Verwendung in der Wirtschaft aus – andererseits haben die Unternehmen, die neben der Ausbildungsvergütung auch noch das Studium an der BA bezahlen, natürlich das berechtigte Interesse, für ihre Zwecke ausgebildete Nachwuchsführungskräfte zu bekommen und zu übernehmen.

Auch wenn in der 11e viele Schülerinnen und Schüler noch unsicher erscheinen, was die berufliche Zukunft angeht und auf die vielen Mathe-Anteile in den Studiengängen skeptisch reagierten, so ist dem einen oder anderen vielleicht ein dritter Weg aufgezeigt worden, über den es sich mit Sicherheit lohnt nachzudenken!  


Claudia Hayde
05.02.2013


©Foto: Sven Donat (Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein)
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