Unterricht
Informationen - Ergebnisse
Fächerangebot Fächerübersicht


Eine Reise in andere Zeiten

Zwei fünfte Klassen bei der Himmelsscheibe von Nebra und im Oldenburger Wallmuseum


Was hat es mit dieser schönen Bronzescheibe mit Goldverzierungen auf sich, die so wertvoll ist, dass das Original hinter dickem Panzerglas in einem bestens gesicherten Raum in einem Museum in Halle aufbewahrt wird? Eine Ausstellung in Oldenburg - das erste Ziel unseres Wandertages - zeigt eine Kopie und vieles über die frühere Nutzung der Scheibe und die spannende Geschichte ihrer Entdeckung.

Wir erfuhren, wie sie hergestellt wurde und wer sie gefunden hatte. Das waren nämlich 1999 zwei Raubgräber. Als sie die Himmelsscheibe in einer Steinkammer auf dem Mittelberg nahe der Stadt Nebra in Sachsen-Anhalt entdeckten, hielten sie sie zunächst für einen Topfdeckel. Aber als sie in der Nähe auch noch Armbänder und ein Schwert fanden, nahmen sie die Scheibe mit. Sie verkauften sie bei Ebay und sie gelangte auf den Schwarzmarkt, wo sich ihr Preis schnell steigerte. Doch 2002 konnte die Polizei sie sicherstellen, indem sie sich selber als Käufer ausgab.
Die Himmelsscheibe stammt aus der Bronzezeit und besteht aus Bronze und Gold. Eine Sonne, ein Mond und viele kleine goldene Sterne sind darauf zu sehen. Unten befindet sich ein Halbkreis, der einem Boot ähnelt. Dieses Boot sollte die Sonne aufladen und sie über den Himmel fahren, weil die Menschen früher dachten, nicht die Erde kreist um die Sonne, sondern die Sonne um die Erde. Die beiden Seitenränder bestanden ebenfalls aus Gold. Sie stellten die Horizontbögen dar. Aber nur noch einer von beiden ist heute vorhanden.

Nach dem Besuch der Ausstellung mussten wir ein riesiges Puzzle von der Himmelsscheibe zusammensetzen, was gar nicht so einfach war.


Anschließend wanderten wir zu einem alten Wallgelände, wo im Mittelalter Slawen wohnten. Auf der Innenseite war der Wall abgerundet und auf der Außenseite steil und schwer zum Hochklettern. Das haben wir selber ausprobiert.


Im Museum war Oldenburg von oben in einem Schaukasten zu sehen. Ein Kettenhemd, das 14 kg wog, konnte man anprobieren, zusammen mit einem Helm und einem Schwert. Man konnte es aber nicht wie ein T-Shirt anziehen, sondern brauchte Hilfe von anderen. Es gab zudem noch eine alte Glocke, mit der man läuten konnte.


In kleinen Holzhütten wurden die verschiedenen Berufe vorgestellt, die man damals ausübte. Zudem stand dort ein Wagen, von dem man die Ladefläche abnehmen konnte und auf ein Schiff laden konnte, also der Vorgänger von einem Container.

An einem kleinen See war ein Slawendorf nachgebaut. Mitten auf dem Wasser war eine Insel, eine heilige Insel, die nur der Priester betreten durfte. Außerdem waren zwei Schiffe zu sehen, ein slawisches und ein skandinavisches. Der Unterschied war, dass die Skandinavier schon Eisen kannten, die Slawen noch nicht.

Leider war die Zeit schnell vorbei und wir mussten wieder zurück, aber auf jeden Fall war das ein sehr, sehr cooler Wandertag.

Mattis Noah Nüsse unter Mitarbeit von Paula Blechschmidt und anderen aus der 5c

© Fotos: Karin Pichura

"Die 5c macht ein "Tierisches Theater" März 2011                      


Thomas-Mann-Schule  - Thomas-Mann-Str. 14 - 23564 Lübeck - Tel. 0451/1228614  - Fax. 0451/1228621
Impressum