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USA-Austausch

Restaurants in Amerika

America, America: Chicagoaustausch 2013 von der Thomas-Mann-Schule. Auch ich hatte das Glück, am Amerikaaustausch teilnehmen zu dürfen.

Gesamt war es ein unbeschreiblich tolles Erlebnis, bei dem ich viele Einblicke in das Leben in den Vereinigten Staaten bekam. Sicherlich war es eindrucksvoll, in diesem Land ist alles doppelt so groß wie in Deutschland, aber für einen europäischen Schüler auch gewöhnungsbeürftig und teilweise schockierend, was Essgewohnheiten anbelangt. Ich war bei einer mexikanischen Familie untergebracht, was im ersten Augenblick komisch war, denn eigentlich war ich ja zum Englischlernen dort und nicht zum Spanisch-Crash-Course.

Beim ersten Zusammentreffen am Flughafen verflog dieser Gedanke jedoch, da ich sprachlich kaum einen Unterschied zu den anderen Austauschpatnern merkte. Es war das Beste, was mir hätte passieren können, da meine Familie sehr nett und gastfreundlich war. Hugo, mein Austauschpartner, und ich verstanden uns sehr gut. Wir beide freuen uns bereits auf den Deutschlandbesuch der Amerikaner. Ein besonderes Erlebnis mit meiner Familie war das gemeinsame Essen gehen. Wir besuchten ein Restaurant, das übersetzt „Käsekuchenfabrik“ hieß. Wie schon aus dem Namen zu entnehmen, gab es dort als Spezialität Käsekuchen in allen denkbaren Kreationen und Ausführungen. Allerdings war es 8 Uhr abends und ich verspürte kaum Verlangen nach einem Käsekuchen.

Glücklicherweise gab es eine warme amerikanische Küche. Ich bestellte einen Salat zur Vorspeise und anschließend einen Bacon-Cheeseburger mit French Fries. Hugo lachte mich schon aus: „ You won`t get that“ sagte er zu mir. Als meine Vorspeise eintraf, konnte ich meinen Augen kaum trauen. Es war ein riesiger Teller mit Salat. Der Bürger war natürlich auch der Größe angepasst, sodass ich gerade mal die Hälfte schaffte. Allgemein sind die amerikanischen Restaurantburger die besten Burger, die ich je in meinem Leben gegessen habe, über ihren Gesundheitsgrad lässt sich jedoch diskutieren.

Ein weiteres Erlebnis war der Besuch eines Frühstücksrestaurants. Es war der letzte Samstag unseres Aufenthaltes in Downers Grove. Theresa, die bei Hugos Schwester untergebracht war, und ich wurden von unserer Gastfamilie zum Frühstück eingeladen. Es war 9 Uhr am Morgen, als wir das Restaurant betraten und mir stieg der typische Imbissbuden-Geruch in die Nase. Ich war sehr auf die Karte gespannt, in der Hoffnung, dass es Pancakes gab. Das war natürlich ein völlig blöder Gedanke, natürlich gab es Pancakes! Theresa und ich bestellten jeweils eine Portion mit Waldbeeren und Sahne und nach 15 Minuten stand ein 40 cm großer Teller vor mir, auf dem sich vier riesige Pfannkuchen unter einem Berg Sahne stapelten. Es war wie so oft unheimlich lecker und ungesund, aber nach der Hälfte dieser Portion war mir so schlecht, dass ich nicht mehr reden konnte. Als ich mir die Leute an den Nachbartischen angeguckt hatte, wurde mir bewusst, auf welche Personengruppen diese Portionierungen abgestimmt waren.



Besonders schockierend war der Junge am Nachbartisch hinter mir, der sich um 9 Uhr morgens eine Ladung frischer fettiger Pommes mit Ketchup reinzog...! Nun ja das Essen war dort für einen deutschen Jungen, der nicht allzu oft zu McDonalds kommt, sehr verführerisch und lecker. Dank des Sports in der Schule habe ich jedoch kaum ein addiertes Kilo auf meiner Hüfte zu verzeichnen. Es war interessant, eine andere Esskultur kennen zu lernen und ich bedanke mich hiermit für die Organisation dieses Austausches bei Frau von Reusner, durch die ich viele wertvolle Erfahrungen auch anderweitig machen konnte.

Vielen Dank für die schöne Zeit!



Ole
30.10.2013
Fotos: © Ole

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