20.000 Meilen unter dem Meer

Zwar waren es nur 30 Meter und statt dem Meer nur die Trave, ein spannendes Ereignis war es jedoch alle Mal.

Als wir am Mittwoch, den 13. August 2003, mit unseren Fahrrädern durch den Wesloer Wald fuhren, kamen einige von uns ganz schön ins Schwitzen. Kein Wunder, zeigte doch das Thermometer 30°C. Nach einer etwa 30-minütigen Fahrt und einer kurzen Verschnauffpause kamen wir an der Herrenbrücke und kurz darauf im Baubüro an. 
Dort wurde unsere Klasse und Frau Wessin, die uns begleitete, herzlich von Herrn Zell begrüßt. In einem Aufenthaltsraum brachte er uns das Projekt Herrentunnel näher und beantwortete unsere Fragen. 
 

Foto Tunnel (38KB)
Unterhalb des Herrenbrücke befindet sich das Baubüro der ARGE Herrentunnel Lübeck - Blick nach Osten in Richtung Siems

Rund eine Stunde später standen wir zur Helmausgabe an einem Bauwagen bereit. Jetzt war auch das Interesse der Letzten geweckt und gespannt betraten wir die große Halle, in der sich der Tunneleingang befindet. Und wir wurden nicht enttäuscht. 
 

Gigantisch schon fast beängstigend war das Bild, das sich uns bot: Vor uns klaffte ein 10 Meter großes rundes Loch. Rohre, Kabel und ein dicker Belüftungsschlauch führten in den Herrentunnel „in spe“. Sogar Gleise für eine kleine Bahn, die Steine abtransportiert, waren im Tunnel verlegt. Und dann ging es hinein: Dort wo ab 2005 Autos und LKW durchfahren werden, spazierten wir durch. Dabei wurde uns bewusst, dass noch sehr viel Zeit und Arbeit investiert werden muss, bis die Röhre fertig ist, die aufwändige Elektrik und Sicherheitsvorkehrungen installiert werden und einer der sichersten Tunnel Europas in Betrieb genommen werden kann. 
 

Die zwei je 780m langen Röhren des Schildtunnels sind das zentrale Bauwerk des neuen Herrentunnels.

Der wackelige Weg über die Holzbretter war schnell vergessen, denn ganz vorne an der Bohrstelle sorgten aufregende Bilder für Gesprächsbedarf. Sehr ausführlich und trotzdem leicht verständlich erklärte uns Herr Zell, was gerade passierte und die Funktionen der ganzen Maschinen. Mit vielen Eindrücken verließen wir die Baustelle und sind gespannt auf unsere erste Fahrt durch den 840 Meter langen Tunnel, wenn er fertiggestellt ist und wir ihn für rund 50 Cent passieren können. 
 

Der Rückweg im Startschacht auf der Ostseite (Siems) Zielschacht auf der Westseite des Tunnels - Die mit Wasser geflutete Grube war nötig, um beim Durchstich der Röhren den Druckausgleich zu gewährleisten. Inzwischen ist die Zielbaugrube entfernt worden.

Andrea Hadler, 10a
August 2003

Fotos:© S. Wessin

Links: 
http://www.herrentunnel.de
http://www.travequerung.de

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