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Schulgeschichte Wissenswertes in Kürze
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 Thomas Manns Leben und Werke

Thomas Mann wurde am 6. Juni 1875 als Sohn eines Senators und einer Brasilianerin in Lübeck geboren. Er entstammte einer Patrizier- und Kaufmannsfamilie. Seit 1893 lebte er meist in München, wo er am Simplicissimus mitarbeitete. 1905 heiratete Thomas Mann Katja Pringsheim. Aus dieser Ehe gingen die Kinder Erika (*1905, Schauspielerin und Schriftstellerin), Klaus (*1906, Schriftsteller), Golo (*1909, Historiker), Monika (*1910),  Elisabeth (*1918) und Michael (*1919)  hervor. 1933 floh er über die Tschechoslowakei, deren Staatsbürgerschaft er 1936 erwarb, nach Küsnacht / Schweiz. 1939 ging er in die USA und wurde 1944 US-amerikanischer Staatsbürger. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in Kilchberg/Schweiz, wo er auch am 12. August 1955 starb. 

Thomas Mann gilt als einer der bedeutendsten Erzähler des 20. Jahrhunderts. Sein wohl bekanntestes Werk ist der 1901 erschienene Roman  "Buddenbrooks", die Geschichte einer Lübecker Patrizierfamilie, für den er 1929 den Literaturnobelpreis erhielt. Zentrales Thema seiner frühen Erzählungen und Novellen ist der Gegensatz zwischen Bürger und Künstler,  Leben und Geist. Besonders hervorzuheben sind  die  Werke "Der Tod in Venedig" (1913), "Tonio Kröger"(1914), "Der Zauberberg" (1924), "Doktor Faustus" (1947) und die "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" (1954).  Thomas Mann nahm auch in zahlreichen Essays zu literarischen, philosophischen und politischen Fragen Stellung,  unter anderem in den "Betrachtungen eines Unpolitischen" (1918). 

Im Gegensatz zu seinem Bruder Heinrich Mann (1871-1950) war er politisch zunächst konservativ eingestellt, ohne sich mit den Realitäten wirklich zu befassen. Er arrangierte und identifizierte sich schließlich mit der Weimarer Republik und bekämpfte den Nationalsozialismus seit 1928 öffentlich mit deutlichen  Stellungnahmen.  In einem offenen Brief an den Dekan der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn (1937), die ihm die Ehrendoktorwürde entzogen hatte, warnte er, wie später in zahlreichen Rundfunkansprachen und auf Vortragsreisen vor den Machthabern des Dritten Reiches. Auch nach 1945 hatte Thomas Mann als Mahner zur Humanität und Demokratie großen Einfluss.

Doch warum wurde unsere Schule ausgerechnet nach Thomas Mann benannt? Nach Thomas Manns Tod stellte man fest, dass in der Hansestadt Lübeck keine Straßen oder Gebäude den Namen ihres wohl bekanntesten Sohnes trugen. Das mag vielleicht an Thomas Manns ironischer Distanzierung vom Leben der alten Patrizierfamilien liegen, die  ihm viele Lübecker übelgenommen haben. Als dann die ehemalige "Oberschule am Falkenplatz" umzog, wurde eine Namensänderung notwendig. Deshalb entschloss man sich, sowohl Schule als auch Straße nach Thomas Mann zu benennen.

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Links:
"Buddenbrookhaus" - Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum Lübeck
Thomas-Mann-Archiv der ETH Zürich
Thomas Mann  - Wikipedia


 
Thomas-Mann-Schule  - Thomas-Mann-Str. 14 - 23564 Lübeck - Tel. 0451/1228614  - Fax. 0451/1228621
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