Es geht voran ... (Teil 24)
Stein auf Stein, Stein auf Stein,
Die Turnhalle wird bald fertig sein!
Wer erinnert sich noch an das Lied aus Kindertagen?
„Wer will fleißige Handwerker sehn,
der muss zu uns Maurern gehen,
Stein auf Stein, Stein auf Stein,
das Häuschen wird bald fertig sein!“
Die Maurer hauen wirklich einen Schlag rein! Der letzte Bericht
handelte von der Grundsteinlegung am 17. November 2011, einem
Donnerstag – jetzt sind fast sechs Wochen verstrichen und die
Turnhalle ist unaufhörlich gewachsen.
Am Montag nach der Feier kamen im Morgengrauen aus dem Betonwerk
Ludwigslust die riesigen Stützen, die einmal das Dach tragen
werden. 2,3 Tonnen wiegen die Betonpfeiler, da mussten extra schwere
Kräne der Firma Zielcke das Abladen und das Aufstellen an Ort und
Stelle übernehmen. Bald sah man die Pfeiler geradezu schwerelos
über den Bau schweben.
Sie wurden auf der Grundplatte von den Maurern in Empfang genommen, die
die Bolzen losschraubten, Augenmaß nahmen, den Pfeiler einpassten
und mit etwas Mörtel einbetonierten. Dann wurde eine Leiter
angestellt, ein Maurer kletterte in luftige Höhe und schraubte
eine Stütze an, die sein Kollegen am anderen Ende auf der
Bodenplatte festdübelte. Das musste nun erst einmal halten, bis
die Mauern rundherum hochgezogen waren. Mittags hatte man schon einen
Gutteil der Arbeit geschafft.
Und dann ging es in den nächsten Wochen Ruckzuck (inzwischen das
"Wort des Jahres" in diesen Bauberichten): Die Poroton-Steine wurden so
schnell verklebt, dass man sich nur wundern konnte, wenn man ein paar
Tage nicht auf der Baustelle vorbeigeschaut hatte. Das freute auch die
junge Praktikantin der Firma Züblin, die vier Wochen lang einen
Einblick in das Baugeschehen erhielt und inzwischen wieder nach
Stuttgart zurückgekehrt ist.
Inzwischen ist dank der günstigen Witterung – die Steine
können nur bis +3 Grad Celsius verklebt werden – der Bau so
weit fortgeschritten, dass die Bauleitung plant, im Januar 2012 das
Dach aufzusetzen. Das wird noch einmal spannend!
Brandaktuell: Am Mittwoch, d. 21. Dezember 2011, wurden morgens gegen
7.00 Uhr die sechs ca. 23 Meter langen Leimbinder aus Bayern
angeliefert, die das Dach tragen sollen. Der schwerste der Kolosse, der
auf der rechten Seite der Halle eingepasst wurde, wiegt 3,3 Tonnen!
Kurz nach 8.00 Uhr schwebte der erste Balken über der Baustelle,
um 15.00 Uhr war das Werk vollbracht! "Die haben haben das ganz prima
gemacht", meinte der Bauleiter der Firma Züblin über die
Handwerker aus Wittstock.
Abriss des Anbaus aus den 70er Jahren
Auf den letzten Bildern von der Turnhalle sieht man, dass sich das
Areal verändert hat: Der Anbau aus den 70er Jahren ist restlos
verschwunden.
Der Abriss zog sich über mehrere Wochen hin und war streckenweise
mit einem Höllenlärm verbunden, besonders als die Fundamente
aufgenommen wurden. Als der Bagger mit dem schweren Bohrhammer
eingesetzt wurde, vibrierte das ganze hintere Schulgebäude so
stark, dass man Angst vor einem Einsturz bekommen konnte.
Leider ging das nicht ohne "Kollateralschäden" ab: Der Bagger
erwischte die neu aus Kalksandsteinen aufgemauerte Wand, hinter der der
Klempner schon die Installationen für das Behinderten-WC
angebracht hatte. Die mussten dann wieder rückgebaut werden und
der Maurer musste sein Werk erneuern.
Wo gehobelt wird, fallen eben auch Späne!
Im Außenbereich gingen die Fassadenarbeiten im Innenhof
zügig weiter und sind weitgehend abgeschlossen. Der neue
Fahrstuhl und die Wand hinter der Feuertreppe müssen noch
verkleidet werden.
Alles wird gut! Innenarbeiten I
Die Wochen nach den Herbstferien waren für das Kollegium die
anstrengendsten der gesamten Bauphase, denn der Raum 111 musste als
provisorisches Lehrerzimmer dienen, für Unterlagen standen keine
Schränke mehr zur Verfügung und sämtliche Materialien
waren in irgendwelchen Kartons verschwunden, die auch noch mehrfach den
Standort wechselten.
Als erste konnte sich Frau Krause freuen, die monatelang mit
ihrer Lehrmittelbücherei in einem Klassenraum hausen musste.
Anfang November konnte sie den neuen Raum im Erdgeschoss beziehen, der
mit neuen Regalen ausgestattet wurde. Das sieht jetzt sehr ordentlich
aus!
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Auch im Lehrerzimmer tat sich einiges. Zur Erinnerung: Die Wände
unter den Fenstern mussten neu aufgemauert werden, bevor die
Fensterbauer aktiv werden konnten. Die stöhnten dann aber nicht
schlecht, denn ihnen wurde auch der Wiedereinbau der alten Bank vor den
Fenstern auf`s Auge gedrückt. Das war Pfriemelarbeit, denn in die
neue breite Fensterbank mussten Gitter über den Heizkörpern
eingepasst werden.
Den Wiedereinbau der Wandschränke übernahmen dann aber die Handwerker vom Gebäudemanagement.
Vor zwei Wochen ging dann der Einzug vonstatten: An die hundert Kartons
mussten ausgepackt und Bücher und Materialien in der
Lehrerbibliothek verstaut werden. Dabei wanderte noch allerlei in den
Papiercontainer.
Frau Piechotta hatte es übernommen, die Vorhänge der beiden
Lehrerzimmer zu Hause zu waschen und anschließend
aufzuhängen.
Inzwischen sieht das Lehrerzimmer wieder so aus wie vor dem Umbau. War da was gewesen?
In der Mensa bzw. der Aula sind die Arbeiten auch vorangegangen. Wir
warten noch auf die Abtrennung zwischen Aula- und Mensabereich, denn
wegen statischer Probleme verzögerte sich deren Einbau. Es musste
im oberen Bereich Richtung Decke ein Metallgerüst eingezogen
werden, an dem die faltbaren Zwischenwände aufgehängt werden
sollen.
In den nächsten Tagen wird auch die neue Technik eingebaut.
Frau Heilmann konnte die Aula aber bereits Anfang Dezember für
eine Aufführung nutzen; da hängte die Theatergruppe
provisorisch die alten schwarzen Vorhänge ans Metallgerüst,
um den Aufführungsbereich abzutrennen. Man muss eben erfinderisch
sein.
In der letzten Woche wurden dunkelrote Vorhänge vor den Fenstern
angebracht, so dass jetzt die Verdunkelung bei Veranstaltungen
problemlos möglich ist.
Wer erinnert sich noch daran, welche Aktion es war, die alte Turnhalle
für Veranstaltungen herzurichten? Da kletterten Lehrkräfte
auf irre hohe Leitern, um irgendwo an der Decke Vorhänge zu
befestigen, die dann nach wenigen Stunden wieder abgenommen werden
mussten, weil sie sonst beim Sportunterricht gestört hätten.
Und das das Geschleppe mit den Stühlen!
Herr Borchert, Frau Frech, Frau Jebens-Ibs und Frau Wessin als
Schulleitungsmitglieder freuen sich übrigens sehr über ihre
neuen Büros, die auch mit schönen, von Frau Frech
ausgesuchten Möbeln ausgestattet wurden. Da macht die
Verwaltungsarbeit doppelt Spaß!
Brandaktuell: Die Trennwand zwischen Aula und Mensa ist eingebaut!
Was noch zu tun bleibt! Innenarbeiten II
"Wer wird denn gleich durch die Decke gehen?" Dass der Klempner
mit seinem Kopf in der Decke der Eingangshalle verschwand, war nicht
einem Wutanfall geschuldet. Obwohl, die Geduld kann einem als
Handwerker bei diesem Umbau schon abhanden kommen. Denn es war unklar,
wie die alten Abwasserleitungen im Turm verlaufen. Da wurde gesucht und
gesucht und zuletzt eben die Decke geöffnet. Die Abwasserleitungen
von der Chemie im dritten Stock, von den Kunsträumen 111, 211 und
311 und den Toiletten im Turm müssen nun neu verlegt werden.
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Guten Mutes machten sich die Klempner ans Werk, auch wenn sie mit ihrem
Werk nicht so recht zu Ende kamen. Denn im dritten Stock ist die
Toilette mit den Möbeln des Kunstraumes belegt. Und so endet das
neue Abwasserrohr bis auf weiteres kurz vor der Decke im WC des zweiten
Stockes.
In den Kunsträumen sind die Trockenbauer wieder aktiv: Sie
verkleiden die Installationen der Klempner und bauen die Akustikdecken
ein. Auch in diesen Räumen müssen die Bodenbeläge
erneuert werden; der Teppichboden aus 111 ist in den Müll
gewandert.
In den letzten Tagen wurde auch das Behinderten-WC am Ende der Europahalle fertiggestellt; es fehlt nur noch die Tür.
In der Chemie sind die Arbeiten aber für viele Wochen ins Stocken
geraten. Im Oktober war der Maurer noch aktiv und zog
Zwischenwände ein. Dann aber kam der Brandschutz und stellte fest,
dass ein Brand auf die Nachbarräume übergreifen könnte.
Da musste die Bauleiterin wieder nach einer neuen Lösung suchen.
Inzwischen sind die Mauern bis in den First hinauf gezogen worden.
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Aus Alt mach Neu – das ist ein schwieriges Unterfangen. Die
Bauleiterin und die Handwerker aller Gewerke können ein Lied davon
singen.
Und stark belastet sind auch Herr Gurski und Herr Csuti, die Tonnen von
Schulinventar hin und her geschleppt haben und innerhalb kürzester
Zeit immer wieder ihre Arbeitspläne über den Haufen werfen
müssen, weil Unerwartetes aufgetreten ist.
Wir vergessen hier auch nicht unsere Sekretärinnen Frau
Berndt-Gienapp, Frau Matthießen und Frau Wendling (jetzt im
Ruhestand), die eine wichtige Schnittstelle für die Kommunikation
zwischen Handwerkern und Hausmeistern darstellen und die die
Renovierung ihres Büros mit Gelassenheit meisterten.
Wir freuen uns auch darüber, dass die Firma Züblin den Bau der Turnhalle so stetig vorantreibt.
Ihnen allen gebührt von
Seiten der Schulgemeinschaft aufrichtiger Dank für ihr Engagement,
für ihre Gelassenheit angesichts der tausend Probleme und vor
allem für die Rücksichtnahme auf den Unterricht, der
während der anderthalb Jahre Bauzeit fast reibungslos erteilt
werden konnte.
Wir wünschen allen frohe Weihnachtstage und alles Gute für das Neue Jahr!
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Sabine Jebens-Ibs
21.Dezember 2011
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