Ruderwanderfahrt nach Pogeez

Nachdem die Landesmeisterschaften Jtf0 vorbei sind, konnten die Ruderer den anderen Zweig ihrer Sportart kennenlernen: Wanderrudern. Zuvor wurde ausprobiert, ob die Teilnehmer der geplanten Pogeezfahrt eine lange Strecke überhaupt durchhalten. Am 2. Tag des mündlichen Abiturs ruderten 5 Mannschaften nach Hohenstiege an der Trave und übten unterwegs das Wechseln des Steuermanns im Boot ohne anzulegen. Alle Teilnehmer bewältigten die 11 km Strecke ohne Schwierigkeiten und bedauerten, dass sie nicht häufiger diese landschaftlich schöne Strecke rudern konnten, was im allgemeinen Riegenbetrieb kaum möglich ist.

Drei Tage später stand die traditionelle Anfänger-Wanderfahrt nach Pogeez auf dem Programm. Zunächst wurde das Zeltgepäck verladen, das Eltern freundlicherweise mit dem Auto zum DLRG-Badeplatz am Ratzeburger See brachten. So waren die Boote leichter, und es war sichergestellt, dass die Schlafsäcke und Wechselsachen trocken blieben. Dann schoben wir die Boote mit dem Bootswagen zum Düker und setzten dort ein.


Ablegen am Düker

Die 1. Brücke (Hüxtertorallee/Falkenstraße) war so niedrig, dass sich die Ruderer ganz klein machen mussten, um nicht mit dem Kopf anzustoßen. Danach versperrten im Düker überhängende Weiden zeitweise die Sicht. Die Steuermänner mussten mit guten Augenmaß und präzisen Anweisungen ihre Mannschaften durch die teilweise verengten Stellen leiten. Dann hatten wir die Wakenitz erreicht, die einige Kinder das erste Mal mit dem Ruderboot befuhren („Neuwasser“).



Nach der Pause in Absalonshorst ging es dann bei „Gegenwind“ über den Ratzeburger See. Die Anlegestelle in Pogeez war zunächst durch eine Schwanenfamilie besetzt, doch dann konnten wir unseren Vierer, Dreier, Zweier und 3 Einer aus dem Wasser nehmen.



Nach dem Aufbau der Zelte begann es zu regnen, aber zum Glück gibt es überdachte Tische und Bänke neben dem Kassenhäuschen, wo wir im Trockenen picknicken konnten. Anschließend wurde im See gebadet und Fußball gespielt.



Am nächsten Morgen herrschte bei diffusem Licht eine wunderschöne Stimmung auf dem See. Nach dem Frühstück begann der Abbau der Zelte. Das Regenradar hatte uns eine trockene Rückfahrt verheißen und in der Tat kamen wir ohne Probleme nach Hause. Erst um 14.00 Uhr gab es einen heftigen Gewitterguss, aber da hatten wir die Boote schon in die Halle des Schülerbootshauses gebracht und waren froh, den nicht unterwegs abbekommen zu haben.

Miriam Petzold
29.06.2014

Fotos © : Chr. Humbert
 

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