„Non sum uni angulo natus, patria mea totus hic mundus est.“ Ich bin nicht nur für einen Winkel geboren, meine Heimat ist die ganze Welt. Unter diesem Motto fand auch in diesem Jahr wieder einmal RIMUN (Rome International Model United Nations) statt. Und auch in diesem Jahr schickte die Thomas-Mann-Schule eine Delegation nach Rom. Auch in diesem Jahr mit Herrn und Frau Denckmann, diesmal auch mit Frau Lausen. The same procedure as every year... Doch dass jede MUN anders ist, durften 20 Schülerinnen und Schüler aus der 10. bis 12. Klasse unter Beweis stellen. Es ist ein sonniger Mittwochnachmittag, als wir aus dem Flugzeug steigen, die Luft ist warm, der Himmel klar, die Stimmung gut - die Frisur hält. Wir werden von Stefanie Paratore am Flughafen herzlich in Empfang genommen und gelangen mit dem Reisebus zum Farnesina Gymnasium in Rom, wo uns unsere Gasteltern abholen. Da die Konferenz erst am Freitag beginnt, haben wir Zeit am Donnerstag die Stadt auf eigener Faust zu erkunden. Zum Glück haben wir einige Leute dabei, die bereits zum zweiten Mal dort sind und einen guten Orientierungssinn haben. So sehen wir unter anderem den Vatikan, die Engelsburg, den Trevi-Brunnen, sonnen uns auf der Spanischen Treppe und essen Eis vor dem Pantheon. ![]() Julius
Reinhold eröffnet die Konferenz mit seiner Rede als
Botschafter von Afghanistan
![]() Die Chairs der TMS vor der Statue des Julius Caesar im Rathaus von Rom Zu verschiedenen politischen Sachverhalten wie zum Beispiel Katastrophen-Management schreiben die Delegierten in sogenannten 'merging groups' an Resolutionen, die Lösungen für offene Fragen bieten sollen und von möglichst vielen Delegierten unterstützt werden sollen. ![]() Die Eröffnungsfeier mit Delegationen von Singapur über Pretoria bis Chicago Der Auftakt dieser Veranstaltungen ist immer die Generalversammlung, in der alle 6 Komitees über jeweils eine Resolution, die durch das jeweilige Komitee gekommen ist, debattieren und final abstimmen. Diese findet am Dienstag statt und ist gefolgt von den Schlusszeremonien. ![]() Felix Lehwald-Kipp spricht als Botschafter von Frankreich Bei Model United Nations steht aber nicht nur die Politik im Vordergrund. Junge Menschen kommunizieren hier international auf Englisch, knüpfen neue Kontakte, tauschen sich aus und schlüpfen in die Rolle eines Diplomaten. Sie lernen, sich zu präsentieren und überzeugend zu reden, sie verändern etwas. Wie das Motto der Veranstaltung schon sagt: Wir sind nicht für einen Winkel geboren, sondern müssen die ganze Welt als unsere Heimat sehen. Dazu gehören gewiss vielfältige Kulturen, exotische Landschaften und andere Sprachen, aber auch Probleme, die auf der Welt existieren und behoben werden müssen. Jugendliche werden bei den Simulationen der UN aktiv und aufmerksam, doch was am wichtigsten ist: Sie versuchen, etwas zu ändern. ![]() Die RIMUN-Delegation der TMS vor dem Liceo Farnesina in Rom Die 5. Sitzung von RIMUN gab den Schülerinnen und Schülern der Thomas-Mann-Schule die Gelegenheit, eine Woche lang in einer Gastfamilie die italienische Kultur kennenzulernen, bei bestem Wetter die Stadt der sieben Hügel zu erkunden, ihr Englisch zu verbessern und internationale Freundschaften zu schließen. Die Gruppe dankt an dieser Stelle Herrn und Frau Denckmann und Frau Lausen, die diese Fahrt wieder einmal durchgeführt haben, stets für Fragen offen waren und bei Problemen halfen. Nun heißt es Warten auf die nächste RIMUN-Konferenz und die Frage: „The same procedure as last year?“ Vivien
Valentiner
06.04.2011 Fotos:
© Harald Denckmann
RIMUN 2006 - Presseartikel Lübecker Nachrichten vom 28.11.2006 RIMUN 2008 |
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