LÜBECKER NACHRICHTEN, 28. November 2006
Aufbauhilfe:
Thomas-Mann-Schüler helfen
bei Politiksimulation in Rom
Von Andreas Meyer, LN
In der Welt der internationalen Politik
kennen sich die Jungen und Mädchen des Thomas-Mann-Gymnasiums
aus. Und das stellen sie Jahr für Jahr auch unter Beweis – mit
ihrem Projekt Munol, dem „Model United Nations of Lübeck“.
Hunderte Schüler aus dem In- und Ausland lockt die UN-Simulation
jedes Jahr in die Hansestadt. Kein Wunder, dass Munol als vorbildlich
gilt – sogar im fernen Rom. Dort soll die Idee nun kopiert werden.
Mit tatkräftiger Unterstützung aus der Hansestadt. Eine
vierköpfige Delegation der Mann-Schule war gerade erst in Rom
als Berater in Sachen „Munol“ tätig.
Der
Hilferuf kam vom Liceo Scientifico Farnesina in Italiens Hauptstadt.
Mehrfach hatten die Schüler des Gymnasiums an „Munol“
teilgenommen, nun wollen sie eine eigene UN-Simulation auf die Beine stellen
– mit Hilfe aus Lübeck. Also reisten Kira Schwen, Annika
Martens, Henning Hofmann (alle 18) und Philip Körkemeyer (20)
auf eigene Faust und Kosten als Berater in den Süden.
„Unsere Freunde in Rom wollten
,Munol‘ kopieren, hatten aber Schwierigkeiten bei der
Organisation“, sagt Henning. Er und Kira werden bei „Munol 2007“
die Generalsekretäre sein, Annika und Philip haben sich seit
Jahren im Organisations-Team bewährt. „Um es deutlich zu
sagen: Die Römer hatten keine Ahnung, was auf sie zukommen
wird“, sagt Philip, Annika pflichtet bei. Aus deutscher Sicht ließe
sich die Organisation wohl mit „katastrophal“ beschreiben.
„Vieles ist improvisiert. Das ist halt der ,italian way‘ und
der funktioniert auch. Irgendwie“, sagt die 18-Jährige.
Tagsüber war für die
Lübecker Sightseeing angesagt, am Abend wurden sie bei Wein als
Trainer aktiv. „Das Projekt wird in Italien von 20 ehemaligen
Schülern, die jetzt studieren, forciert. Und die haben wir
unterrichtet“, so Kira. Unterricht – damit meint sie das
Vermitteln von eigenen Erfahrungen: „Wir haben von unserem Projekt
erzählt. Dass eine Simulation so viele Arbeit bedeutet, haben
viele nicht gewusst.“ Dabei hatten die römischen Enthusiasten
schon oft in Lübeck an der Politiksimulation teilgenommen. „Ein
Großteil der Arbeit ist aber für die Konferenzmer nicht
sichtbar“, sagt Henning und versteht den Besuch in Rom als
„Starthilfe“.
Dank Lübecker
Hilfe wird es nun im April auch am Liceo Scientifico Farnesina eine
UN-Simulation geben. „Ich werde dabei sein“, sagt Kira. Dass ihr
Rat sogar in Rom gefragt ist, empfindet sie als Ehre. „Nach Italien
zu fliegen, um dort von unserem Projekt zu berichten zu dürfen –
toll“, meint auch Henning. Der Besuch sei eine Erfahrung gewesen,
ein Beitrag zur Völkerverständigung. Oder mit Annikas
Worten: „Wir waren Botschafter der Schule, Lübecks und unseres
Babys – Munol.“
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Philip Körkemeyer (v. l.), Annika
Martens, Kira Schwen und Henning Hofmann waren als Politikberater in
Rom aktiv. Foto: A. MEYER
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Wir danken Herrn Meyer für die
Überlassung des Copyrights.
RIMUN 2008 MUNOL 2006 - Presseartikel Lübecker Nachrichten vom 5. Mai2006
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