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Die Uno tagt - und das in einer Lübecker Schule In der achten Auflage simulieren
Schüler eine internationale Konferenz. Es geht um Krisengebiete, Roadmap
und Urwald.
Von Kerstin Beckmann, LN Wenn am 26. April das kleine Holzhämmerchen aufs Podium fällt, ist die Konferenz der United Nations offiziell eröffnet. Aber nicht Generalsekretär Kofi Annan und Delegierte aus den Uno-Mitgliedsstaaten werden dann im großen Rahmen konferieren. Nein, Pennäler aus allen Ecken Europas beraten dann in sechs Komitees über die globalen Entwicklungslinien. Fünf Tage lang, bis zum 30. April, wird die diesjährige, achte MUNOL-Konferenz (Modell United Nations Of Luebeck) die Hansestadt in den Mittelpunkt weltpolitischer Entscheidungen verwandeln. Simulierter Entscheidungen natürlich. Aber der Rest ist originalgetreu: organisatorisches Reglement, Anzugschick, Kommunikation in englischer Sprache - "und auch der Papierwust", wie die Organisatoren hinzufügen; bei den georderten 20 000 Blatt wird es nicht bleiben. Die Schüler verfassen auch echte Resolutionen. Nur dass diese dann nicht umgesetzt werden, unterscheidet die Simulationstagung vom weltbedeutenden Original. Die Beschlüsse werden nicht vergebens gefasst: Sie gehen dem Hauptquartier der echten Uno in New York zu. Ins Archiv zwar, aber immerhin. "Die Organisation ist ein Fulltime-Job", sagt Conference Manager Christian Kreuder-Sonnen, ehemaliger Ernestinen-Schüler. Er begleitet das Team aus Thomas-Mann-Schülern, das die Sitzungen organisiert. Seit Monaten laufen die Vorbereitungen. Einladungen wurden an Schulen in ganz Europa verschickt, 46 Delegationen aus elf Ländern, darunter Finnland und die Türkei als neue Partner, haben zugesagt. Auch hoher Besuch wird die Konferierenden beehren: Dr. Till Knorn vom Auswärtigen Amt, Mikko Jokela, finnischer Generalkonsul, dessen Schweizer Kollegin Brigitta Schoch-Dettweiler, und Lucas Meyer, Konsul für Public Affairs aus den USA, werden zu Gastvorträgen anreisen. "Die Konferenz ist in diesem Jahr so groß wie nie, aber auch so teuer wie nie. Wir haben mehr als 330 Teilnehmer", erzählt Student Karsten Windler (23), seit Jahren für die Finanzierung des professionell aufgezogenen Projekts zuständig. Mehr als 15 000 Euro verschlingt es. Aber mit Spenden hiesiger Unternehmen und privater Gönner werden die Organisatoren von der Thomas-Mann-Schule voraussichtlich keine roten Zahlen schreiben müssen. Allerdings fehlen ihnen noch einige Unterkünfte für die Gäste aus dem Ausland. Schülerin Annika Martens (17), als Student's Supervisor für die Unterbringung und das Rahmenprogramm verantwortlich, bittet Interessenten, sich unter der Telefonnummer 0451/502 22 50 zu melden. Und auch für Spenden sind die Schüler
dankbar: Christian Kreuder-Sonnen, Postbank Hannover, BLZ: 250 100 30,
Kt.-Nr.: 7872 78 306, Stichwort: "Fördergelder MUNOL".
Wir danken Frau Beckmann für die Überlassung des Copyrights. (S. Wessin 12.4.2005)
Foto: TIM JELONNEK (MUNOL 2004)
MUNOL 2004
- Presseartikel Lübecker Nachrichten 3.April 2004 |
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