Comeniusproject Multiculturalism

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Abschlusstreffen in Venedig (03. - 07.05.2009)





Venedig. Sonst Pilgerziel aller Kulturinteressierten, Romantiker, Flaneure und Autohasser, stellte Anfang Mai das Ziel der sechs am Comeniusprojekt teilnehmenden europäischen Schulen dar, die zum Thema „Multiculturalism – The Wealth of Diversity“ ihre Projekte vorstellten.

Bei bestem Wetter trafen die Delegationen aus Frankfurt, Nikosia, Thassos, Huelva und Lübeck ein.


Während die Lehrkräfte, Herr Flittiger, Frau Wessin, Herr Clement und Herr Schulz ihr Hotel bezogen, begann für uns Schüler - Sven Mühlschlegel und Felix Mohr - das durch unsere Austauschschüler organisierte Willkommensprogramm mit einem Privat-Bootstrip durch Venedig und die Lagune. So herzlich empfangen, bezogen auch wir unsere Gasthäuser, die beide nicht gerade durch bescheidene Einrichtung bestachen, sondern mit Marmorbädern und Blick auf die Rialto-Brücke aufwarteten. Eine alte Glasbläservilla auf Murano und ein Altstadthaus im Zentrum Venedigs dienten uns für die kommende Woche als Zuhause.





Rialto-Brücke im Herzen Venedigs
Gondolieri- kein seltener Anblick in Venedig

Bevor wir uns das erste Mal mit den anderen Teilnehmern trafen, besuchten wir am Montag den Unterricht unserer Gastschüler. Hierbei erhielten wir einen Einblick in den Schulalltag des wissenschaftlich orientierten Benedetti-Gymnasiums. Einen krassen Gegensatz zum deutschen Schulsystem bildete der reine Frontalunterricht, nicht nur in Italienisch, Philosophie und Geschichte, sondern auch in Mathematik und Chemie. Beim darauffolgenden ersten Treffen mit den Comenius-Teilnehmern besichtigten wir die gesamte Schule, wobei wir positiv vom guten Zustand des Computer- und des Chemieraumes überrascht waren, und planten die große Präsentation unserer Ergebnisse am Mittwoch. Bei zahlreichen Erkundungstrips durch die Altstadt lernten wir das Flair dieser Kulturmetropole näher kennen. Dabei endete das Irren durch verwinkelte Gassen nicht selten in einer Sackgasse, am Ufer eines Kanals oder der kompletten Orientierungslosigkeit, was durch die Tatsache unterstützt wurde, dass wir erst am dritten Tag in den Besitz einer übersichtlichen Karte gelangten.

Der Dienstag diente der letzten Vorbereitungen für die Präsentation am Mittwoch, zu der auch hohe Offizielle der Schulbehörde geladen waren. Zudem wurden wir von
einer Vertreterin der Stadt im Rathaus empfangen und erhielten eine interessante
Besichtigung des Rathauses und der bewegten Vergangenheit der Stadt. Durch den glücklichen Umstand, dass die Mutter von Svens Gastbruder Marco Caberlotto, Sohn eines Pelzwarenhändlers, bei der UNESCO arbeitete, bekamen wir die Möglichkeit, am Nachmittag eine Ausstellung über Darwin und seine Evolutionstheorie anlässlich seines 200. Geburtstages zu besuchen. Am Abend trafen sich die Lehrer in einem traditionellen venezianischen Restaurant zu einem Abendessen mit den anderen Delegationen. Parallel dazu verabredeten sich auch die mitgereisten Schüler der teilnehmenden Schulen in einer Pizzeria zu einem fröhlichen Miteinander.



Die griechischen Schülerinnen in der Pizzeria

Pizza Frutti di Mare

 
Um 10 Uhr begannen am Mittwoch die Präsentationen in der Aula der Benedetti-Scuola. Die Schulleiterin empfing alle Teilnehmer, die Vertreter der Schulbehörde sowie anwesende Oberstufenschüler herzlich – aber auf Italienisch. Trotz einiger technischer Probleme wurde den Zuschauern in den folgenden drei Stunden ein Einblick in die an den Comenius-Schulen durchgeführten Projekte verschafft. Das Spektrum reichte von der Präsentation der Situation der Arbeiter auf einer spanischen Erdbeerplantage über die Vergangenheit der Armenier in Venedig bis hin zum Einfluss der türkischen Sprache auf die Griechische.

Beim anschließenden kalten Buffet wurden Geschenke überreicht und Danksagungen ausgesprochen. Den Rahmen des Programmes bildete ein informativer Besuch der Insel San Lazzaro degli Armeni - eines der weltweit bedeutendsten Zentren armenischer Kultur -  in der Lagune von Venedig, währenddessen wir viel über die Kultur und die Religion der armenisch-katholischen Mönche lernten.
Den letzten Abend verbrachten wir mit den teilnehmenden Schülern und deren Gastgeschwistern auf dem Campo Santa Margharita, der den Jugendlichen als allabendlicher Treffpunkt dient. Nach dem Genuss des venezianischen „Nationalgetränks“ Spritz und einer Pizza kehrten wir ein letztes Mal zu unseren Gastbrüdern zurück und verließen am darauffolgenden Nachmittag Venedig bei strahlendem Sonnenschein und 30° C.

Alles in allem hatten wir eine sehr informative und interessante Woche mit vielen neuen Erfahrungen und sehr netten Begegnungen. Diese Woche wird sicherlich nicht unseren letzten Besuch in Venedig darstellen.



Präsentation der Ergebnisse in der Benedetti-Scuola mit anschließendem Buffet





Sven Mühlschlegel und Felix Mohr
27.05.2009
       
Link:
Bildergalerie der I.E.S. San Sebastian  in Huelva





















  


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