Comeniusproject Multiculturalism

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Studienbesuch in Nikosia (26.02. - 02.03.2009)




Das Comenius-Treffen in Zypern

Im Rahmen des Comenius-Projektes besuchen sich die verschiedenen Partnerschulen der Thomas-Mann-Schule in Frankfurt, Nikosia, Venedig, Huelva und Thassos regelmäßig, um sich über den Stand der Projektarbeit zu informieren.
So fand im Dezember 2008 ein Treffen in der TMS statt. Drei Schülerinnen kamen mit ihren Lehrerinnen aus Zypern nach Deutschland und stellten ihr Projekt zum Thema „Multiculturalism“ vor. Auch die Schüler der 10a haben verschiedene Projekte in den Fächern Biologie, bilinguale Erdkunde und Englisch vorbereitet und vorgestellt. Während ihres Besuches wohnten die Zyprioten in deutschen Gastfamilien.
Da Patrick, Nellie und ich die Mädchen aufgenommen hatten, durften wir nun an einem Gegenbesuch teilnehmen. Vom 26.02.09 bis zum 2.03.09 sollte in Nikosia ein weiteres Treffen zum Thema „Multiculturalism“ stattfinden.  Deshalb reisten wir mit Herrn Schulz und Herrn Harz nach Zypern. Morgens um 5 Uhr trafen wir uns am Hamburger Flughafen, überprüften noch einmal, ob alle Präsentationen dabei waren, checkten ein und flogen gegen 7 Uhr endlich los nach Prag. Dort angekommen, flogen wir nach längerem Aufenthalt nach Larnaca, einer Stadt im Süden der Insel. Schließlich  stand noch eine etwa 50 minütige Autofahrt an und wir waren in der Hauptstadt. Während die Lehrer in einem Hotel untergebracht waren, wohnten Nellie, Patrick und ich in einer Gastfamilie.                                                                                      


In den Gastfamilien wurden erstmal die Geschenke verteilt, die Koffer ausgeräumt und man erholte sich ein bisschen von den Strapazen der Reise. Abends trafen wir uns  in der Shopping Mall und lernten einander besser kennen. Nach einer kurzen Nacht besuchten wir am Freitag die Partnerschule. Es ist eine kleine Privatschule mit ca. 200 Schülern. Die ersten zwei Stunden nahmen wir am Unterricht teil, dann wurde eine Willkommensrede gehalten und wir gingen in die Aula, um unsere Projekte vorzustellen. Als erstes wurden weitere Reden gehalten, danach führte die Tanz-AG ihren Tanz vor und schließlich sangen noch zwei Schülerinnen. Dann war Patrick mit seinem Projekt über die Malaria dran, später Nellie und ich mit unserer Präsentation über die Vogelgrippe. Auf den ersten Blick ist hier vielleicht kein Zusammenhang zwischen Infektionskrankheiten und einer multikulturellen Gesellschaft zu sehen, aber wir wollten das Thema mal von einem anderen Blickwinkel betrachten. Da das Reisen einfacher und die Grenzen offen sind, werden Krankheiten wie die Vogelgrippe, die es einst nur in Oberitalien gab, durch Reisende in die ganze Welt getragen. Zum Schluss hörten wir noch Nellies Präsentation über das Filmprojekt  „Freedom Writers“, welches wir in Englisch behandelt haben und eine Umfrage eines zypriotischen Schülers zum Müllrecyling in den Schulen der Partnerländer.

Dann verließen wir die Schule und machten mit den zypriotischen und deutschen Lehren einen Ausflug in das Handycraft Museum. Hier konnte man bei der traditionellen Herstellung von gewebten Stoffen, Töpferware und Schmuck zuschauen. Abends fand  eine Karnevalparty in der Schule statt. Am Samstag schliefen die meisten erst einmal aus, später trafen Naya, Despo, Marios, Patrick , Nellie und ich uns in der Stadt zum Einkaufen. Mitten in der Fußgängerzone sahen wir nun auch zum ersten Mal die Grenze zum türkisch besetzten Teil von Nikosia. Ein paar Grenzpolizisten standen am Weg und ließen die Leute aus dem griechischen Teil zwar in den türkischen Teil gehen, im türkischen Teil musste man aber den Ausweis vorzeigen. Wer wieder in den griechischen Teil wollte, musste wieder seinen Ausweis herausholen. Am Mittag trafen wir die Lehrer in einem traditionellen Restaurant. Es gab die sogenannte Meze, eine Vielzahl von verschiedenen landesüblichen Gerichten.



Nach einem weiteren Cafébesuch fuhren Despo, Naya , Nellie und ich wieder nach Hause, während Patrick und Marios schon auf dem Weg  nach Limassol waren, um dort zu übernachten. Am Abend feierten wir eine weitere Karnevalparty.
Am Sonntag machte ich mit meiner Gastfamilie einen Ausflug nach Limassol, um uns dort den berühmten Karnevalsumzug anzusehen. Wir brauchten ca. eine Stunde für die Autofahrt, dann gingen wir am Meer spazieren, aßen Mittag in einem Restaurant und bestaunten den ausgelassenen Umzug.



Montag war ein Feiertag, der grüne Montag. Es ist der erste Tag der Fastenzeit bis Ostern. Die Leute essen kein Fleisch und nehmen nichts Tierisches zu sich. Stattdessen trifft man sich mit der ganzen Familie, fährt ins Grüne und lässt den Drachen steigen. Da wir leider schon um 1 Uhr am Hotel der Lehrer sein mussten, haben wir von diesem Tag aber nicht allzuviel mitbekommen. Es folgte ein tränenreicher Abschied und wir versprachen uns, einander wieder zu besuchen. So hat das Comenius-Treffen wieder dazu beigetragen, neue Kontakte und Freundschaften zu knüpfen, eine andere Kultur kennen zu lernen und auch den Konflikt mit der getrennten Hauptstadt besser zu verstehen und mit eigenen Augen zu sehen.
                                                                                     
Antonia Harms 10a
16.03.2009   

 

Fotos: © W. Harz/Thomas-Mann-Schule






















  


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