Comeniusproject Multiculturalism

Start | Partners Agenda | Products | Study visits | PressPhotos | Contact



Studienbesuch in Huelva/Andalusien (29.04.-05.05.2007)

Study visit in Huelva/Andalusia from April 29 - May 5  2007 Program (pdf-file)







Das Land, aus dem die Erdbeeren kommen.

Am Hamburger Flughafen begann die Reise nach Spanien, an einen Ort, der uns zuvor nur als Schriftzug auf unseren Erdbeerverpackungen aus dem Supermarkt bekannt war. Unsere Route führte uns über einen Zwischenstop auf Palma de Mallorca nach Andalusien in den Süden von Spanien.

Für uns Schüler, Andrea Zegelin und Johann Torno, war die Spannung besonders groß, da wir keine genauen Vorstellungen hatten, was uns in Spanien erwarten würde. Im Gegensatz zu Frau Wessin, Herrn Clement und Herrn Schulz war es nämlich unsere erste Fahrt zu einem Comeniusprojekttreffen. Außerdem waren wir Schüler nicht in einem Hotel, sondern in Gastfamilien untergebracht, was sich letztendlich jedoch als vorteilhaft herausstellte, denn so konnten wir die Kultur und die Lebensweise der Einheimischen besser miterleben.

Gleich bei unserer Ankunft in Huelva wurden wir in typischer spanischer Manier mit Küsschen auf die Wange begrüßt und kurz darauf in unsere Gastfamilien gebracht, bei denen wir die ersten 2 Tage ausschließlich verbrachten. Dazu muss erwähnt werden, dass sich die deutsche und englische Sprache weniger zur Verständigung eigneten, als zuvor angenommen, denn die Familien waren mit beiden Sprachen so gut wie nicht vertraut. Ferner war Johann die spanische Sprache nicht mal in Ansätzen geläufig (außer das kleine Wörtchen ¡Hola!). Andrea war zumindest mit den Grundkenntnissen vertraut, was insgesamt zu sehr lustigen und missverständlichen Situationen führte. Daher versuchte der Gastvater, Andrea immer wieder neue Worte beizubringen, in dem er ihr Lebensmitteln zeigte und sie den spanischen Namen nennen sollte. Dies klappte auch sehr gut, bis er dann merkte, dass Andrea den spanischen Namen nur von der Verpackung abgelesen hatte.

Johann verbrachte die ersten beiden Tage mit seiner Gastfamilie am Strand und auf dem Lande, wobei er nicht mit der plötzlich eintretenden Sonnenstrahlung rechnete und am selben Abend noch mit Aloe Vera gegen Sonnenbrand versorgt werden musste. Von Beginn an wurde er von den Eltern und der Schwester seines „Gastbruders“ Daniel herzlich in die Familie integriert. Obwohl die Verständigung, wie bereits erwähnt, auf Hände und Füße beschränkt war, bemühte sich die Familie sehr.


Andrea (rechts) und ihre Gastgeberin



Romeria (Pilgerschaft) de la Puebla de Guzman

Andrea verbrachte hingegen ihren ersten Tag in Spanien auf einem Fest, das der Heiligung der Jungfrau Maria gewidmet war. Dazu war es Tradition, als Frau ein sehr farbenfreudiges Flamencokleid und als Mann einen entsprechenden Trachtenanzug zu tragen. Circa fünf Stunden lang fuhr eine bunt geschmückte Parade, die aus mehr als einhundert Kutschen und Reitern bestand, in ein abgelegenes Waldstück, in dem anschließend mehrere Stunden lang gegessen und ausgelassen gefeiert wurde. Die Unkompliziertheit und die Offenheit der Spanier waren bewundernswert, denn ohne jeglichen Komfort und Aufwand hatten so viele Menschen einen ganzen Tag lang Spaß miteinander. Außerdem erschien es Andrea, als ob alle Anwesenden miteinander verwandt waren bzw. sich sehr gut kannten, denn „Gema“, Andreas „Gastschwester“, bediente sich freudig an jedem Esstisch und stellte Andrea alle möglichen Leute als Verwandte und Freunde der Familie vor.



Empfang im I.E.S. San Sebastian
9. Mai Europatag: Reichtum durch Vielfalt
Präsentation der Ergebnisse: von links nach rechts:
Johann, Andrea, J.Clement und D. Schulz

Am Mittwoch stellten wir im  I.E.S. San Sebastian, der spanischen Schule in Huelva, unsere Projekte vor, die wir im Erdkunde- und Biologieunterricht vorbereitet hatten.
Andrea präsentierte die Ergebnisse aus dem Grundkurs Erdkunde (13. Jahrgang) mittels einer PowerPoint-Präsentation in englischer Sprache zum Thema „Migrationen“.  Johann stellte -
ebenfalls auf englisch - die Ergebnisse der Arbeitsgruppen aus dem Leistungskurs Biologie (13. Jahrgang) zum Thema „Aspekte der Menschwerdung“  in einer PowerPoint-Präsentation vor. Die Ergebnisse des Methodik/VU-Kurses (11. Jahrgang) hatte Herr Clement in einer ausführlichen Dokumentationsmappe mitgebracht. Auch die anderen beteiligten Schulen berichteten über ihre Projekte und zeigten ihre Ergebnisse. Dies waren das Liceo Scientifico Statale “G.B. BENEDETTI” aus Venedig, die Philips European School aus Nikosia/Zypern, die Otto-Hahn Schule aus Frankfurt und das Eniaio Lykeion Of Limenaria aus Thassos/Griechenland.
Ein Projekt, das uns besonders beeindruckte, war ein selbstgedrehter Film der italienischen Partnerschule. Kinder aus verschiedenen Nationen waren zu sehen, die es gemeinsam schafften, eine Weltkugel zu tragen. Aber bei dem Versuch, die Weltkugel alleine hochzuheben, versagten sie. Auch wurden wir vom Schulleiter und einigen Kollegen des I.E.S. San Sebastian durch seine Schule geführt, wobei man uns die technische Ausstattung der Schule präsentierte. Die Schule
besitzt so viele Computer, dass manchmal sogar das gesamte elektrische System vor Überlastung zusammenbricht. Die Ausstellung über verschiedene Projekte, in denen sich die Lehrer und Schüler engagiert hatten, war auch sehr interessant.
Im Anschluss an die Präsentationen und den Rundgang gab es einen Imbiss und in allen Sprachen wurden Projekte, Pläne und viele Ideen kommentiert.

Am Nachmittag wandelten wir auf den Spuren eines der berühmtesten Männer der Region: Christoph Kolumbus.

Vor dem Monasterio La Rábida, Ausgangspunkt der Kolumbusroute. In dem Franziskanerkloster wurde die Seereise geplant und vorbereitet.


An der Muelle de la Cabelas, der Mole der Karavellen, hat man einen Themenpark eingerichtet. In Originalgröße nachgebaut, können die drei Schiffe Kolumbus' besichtigt werden: die Santa María, die Pinta und die Niña. Sie liefen am 3. August 1492 in Palos de la Frontera an der andalusischen Atlantikküste in Richtung Westen aus.

Unseren letzten Tag verbrachten wir im „Nationalpark Coto de Doñana“, dem bekanntesten Nationalpark Spaniens. Mit einem Unimog-Bus ging es durch unwegsames Gelände wie Sanddünen, Marismas (Überschwemmungsgebiete) oder Wald, wo wir der spanischen Tier- und Pflanzenwelt begegneten.



Sanddünen trennen die Marismas vom Meer.
Periodische Überschwemmung des Flachlandes

Im Wallfahrtsort El Rocío besichtigten wir die Wallfahrtskirche und bewunderten die Geschäfte, in denen die Ausstattung für die prächtig geschmückten Prozessionen verkauft wird. Erinnerungen an die Kulisse einer Westernstadt wurden wach ...



Vor dem Restaurant Toruño


Bei einem Glas Traubensaft und einem Drei-Gänge-Menü ließen wir den Tag im Toru
ño ausklingen und verabschiedeten uns so von unserer Comeniusprojektgruppe, da es für uns am nächsten Morgen schon früh mit dem Auto zum Flughafen nach Sevilla ging. Die anderen Teilnehmer besuchten am Donnerstag die Altstadt und die Kathedrale von Sevilla.

Ein Bericht von Andrea Zegelin und Johann Torno
Juni 2007

Photos: © S. Wessin





















  


StartPartnerZeitplanProdukte | Studienbesuche | PresseBilder | Kontakt


 
Comeniusproject MULTICULTURALISM
Webmaster Luebeck:  Susan Wessin
  Last update 2007-08-20 Impressum