Die neue Mittelstufe - 2008
Landesverordnung über die Sekundarstufe I der Gymnasien (SAVOGym 2014)
Erfolgreich durch die neue Mittelstufe: Das Förderkonzept der TMS
 
Das Förderkonzept der TMS auf dem Weg -
Info-Elternabende für die 7.Klassen (10./11.12.2008)

„Wir verfolgen einen ehrgeizigen Plan“, betonte Schulleiter Peter Flittiger nicht ohne Stolz. „Aber ich bin der festen Überzeugung, dass wir die Einstellung zum Lernen und Lehren ändern müssen. Die Schüler müssen mehr Verantwortung für sich und ihre Kompetenzentwicklung übernehmen, damit lebenslanges Lernen und Nachdenken über Lernen möglich werden.“ Dazu bringt die Thomas-Mann-Schule in diesem Jahr das Förderkonzept auf den Weg. Wie das genau aussehen soll, darüber konnten sich an zwei Abenden die Eltern der aktuellen 7. Klassen informieren, deren Kinder als erstes in diesem Konzept an den Start gehen werden, bevor das System dann mit den kommenden Jahrgängen „hochwachsen“ soll.

An zwei Abenden konnten sich die Eltern der 7. Klassen über das Förderkonzept der TMS informieren lassen. Im Vordergrund Schulleiter Peter Flittiger.

Eine Gruppe von sieben Lehrkräften und Herrn Flittiger arbeitet seit den Sommerferien daran, die Pläne real werden zu lassen. Dazu wird nicht nur der große Arbeitsraum zum Lernzentrum umgestaltet, sondern auch Konzepte für individuelles Fördern entwickelt und umgesetzt, so zum Beispiel Lerntagebücher und Diagnosebögen zum Lernen. Mit jedem Kind wird Ende Januar ein individuelles Lerninterview geführt, das die Grundlage für die Arbeit der „Schülercoaches“ bildet.

Diese 19 Oberstufenschüler werden zur Zeit in Gesprächsführung und Lerntechniken ausgebildet. „Das sind also keine Nachhilfelehrer“, so Herr Flittiger. „Die Coaches sollen kleine Schülergruppen in ihrem eigenständigen Lernprozess begleiten und unterstützen. Dabei werden sie wiederum von den Ausbildern - mir und Fr. Dr.Wulf -unterstützt.“ Die Ausbildung der bunten Truppe ist bereits angelaufen und macht beiden Trainern sehr viel Spaß. Für die Lehrkräfte wird es eine Reihe von Fortbildungen geben, damit der Unterricht sich den gewandelten Bedingungen anpassen kann. Möglich wird dies durch Elternhilfe, Landesmittel und vor allem durch weitreichende finanzielle Unterstützung der Haukohl-Stiftung.

Vokabel-Training kann auch Spaß machen.

Die Elternabende selbst begannen mit einer kleinen Zeitreise - die Eltern wurden noch einmal in kleinen Rollenspielen in die Zeit als Schüler zurückversetzt. „Dabei wollten wir traditionellen Unterricht und moderne Formen zeigen“, erklärte Marion Link, die in der Lehrer-Fördergruppe mitarbeitet und diesen Elternabend mit Kollege Jens Stolten und Mittelstufenleiter Ralf Borchert gestaltete. Ihre Konfliktlotsen hatten die kleinen Aktionen liebevoll ausgetüftelt und schlüpften dabei in die Rolle der Lehrer - so mancher „Schüler“ schlackerte mit den Ohren, als ihm bei Schummeln eine „sechs“ angedroht wurde.

Die Eltern hatten ihren Spaß an den Inszenierungen und nahmen anschließend die Informationen interessiert auf, bedeutet dies doch auch eine Änderung in ihrer Rolle. „Wir wünschen uns wie bisher große Unterstützung aus den Elternhäusern für unsere Arbeit“, erklärte Jens Stolten, „die Eltern müssen ihre Kinder darin bestätigen und ermutigen, ihr Lernen selbst in die Hand zu nehmen - und auch die Folgen zu tragen, wenn man sich z.B. nicht an Pläne und Absprachen hält und eine schlechte Note kassiert.“ Bei aller Skepsis gegenüber der Realisierung, die sicher noch viele Tücken birgt, zeigten sich viele Eltern begeistert von den Plänen. „Ich bedanke mich für dieses Vorhaben“, brachte es eine Mutter auf den Punkt.

Der nächste Schritt der Umsetzung des Konzepts folgt Ende Januar mit den Lerninterviews und einem Methoden-Training für die 7.Klässler.

Dr. Meike Wulf
Koordination Förderkonzept
12.12.2008

In  der Fördergruppe arbeiten außerdem folgende KollegInnen: Ralf Borchert, Carla Heilmann, Sabine Jebens-Ibs, Kerstin Krause, Marion Link, Jens-Dirk Stolten

Das Förderkonzept der Thomas-Mann-Schule



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