Kalimera! – Guten Tag!
Fremdsprachenprojekt der TMS mit griechischer Schule
Das „Kalimera“ geht den deutschen Schülern der Thomas-Mann-Schule schon ohne Probleme von den Lippen, genau so wie das „Guten Tag“ aus den Mündern griechischer Jungen und Mädchen problemlos zu verstehen ist.

Bereits seit mehreren Jahren nämlich hält die Thomas-Mann-Schule als Europa-Schule intensiven Kontakt zum 3. Gymnasium von Mytilene auf der griechischen Insel Lesbos. In den Jahren 2000 und 2001 war es zu gegenseitigen Besuchen von Schülergruppen gekommen, die mit ihren Besuchen in Griechenland und Deutschland eine ihnen zum Teil fremde Welt mit anderen Gewohnheiten, Gebräuchen und Sitten eröffnete. 
 

Mytilene Hafen (19 KB) Hafen und Kathedrale von Mytilene, der Stadt unserer Partnerschule.

Insbesondere der Aufenthalt auf Lesbos hatte zur Folge, dass die Schüler Freundschaften und Kontakte mit den griechischen Partnern aufbauten, die bis heute andauern. Wesentlich dazu beigetragen hat die Tatsache, dass unsere Schüler direkt in griechischen Gastfamilien gewohnt haben und so den „Alltag“ miterlebten, auf dessen Hintergrund erst ein vertieftes Verstehen und Kennenlernen stattfinden kann.

Dieser wechselseitige Austausch zwischen den Kulturen wird fortgesetzt werden.

Da jede Form des Miteinanders gebunden ist an eine sprachliche Verwirklichung, sehen wir hier den ersten und notwendigen Ansatzpunkt: gegenseitiges Erlernen von Grundzügen der Sprache.
War der bisherige Kontakt zumeist über die englische Sprache (und ein wenig auch über die deutsche, in Griechenland wird Deutsch unterrichtet!)  verlaufen, sollen die Schüler jetzt Deutsch und Griechisch ansatzweise benutzen.
 
 

Wie lernt man am besten eine Sprache? Indem man sie spricht! 
Wie lernt man am besten Menschen kennen? Indem man zusammen arbeitet und zusammen lebt!

Gemeinsames Leben und Arbeiten bieten hervorragende Voraussetzungen, um Spracherwerb und Verständnis zu erreichen. Hier setzt unser neues Projekt an.
 
 

Comenius-Fremdsprachenprojekt: Sprache und Tourismus

Ziel ist es, dass die Schüler 

  • Grundzüge der anderen Sprache kennen lernen, 
  • die regionalen Besonderheiten in Lübeck und Mytilini erforschen,
  • „Leben“ in einem Land der europäischen Union mitmachen
  • und so die Kultur eines anderen europäischen Landes erfahren.


In der gemeinsamen Arbeit werden sie die Strukturen des Tourismus näher betrachten. Sowohl Mytilene als auch Lübeck mit Travemünde sind Städte am Meer, die ganz wesentlich vom Tourismus leben. Dieser wirtschaftliche Hintergrund soll durch Anschauung, Vergleich und Umfragen näher betrachtet werden. Das Erstellen eines Fragebogens zum Thema „Tourismus“, der mit vielen gleichen Kriterien in Deutschland und Griechenland Urlaubern vorgelegt werden soll, wird Aufschluss geben über Präferenzen, Urlaubsverhalten und -erwartungen in beiden Regionen. Die Ergebnisse werden einen Vergleich ermöglichen.
 
 

Foto Lesbos Strand (12KB) Lesbos ist genau wie Lübeck und Travemünde in einem hohen Maße vom Tourismus geprägt – wenn auch auf Lesbos noch kein Massentourismus herrscht.
Die Bedingungen des Tourismus zu erforschen wird Aufgabe der Schülergruppen sein.

Das gemeinsame Vorgehen und das Wohnen in Gastfamilien des jeweiligen Landes soll das erleichtern. 
 
 

Foto Mytilene Stadt (16 KB) Fast schon orientalischen Charakter hat die Fußgängerzone der größten Stadt auf Lesbos.

Indem die Schüler einzeln in Gastfamilien untergebracht werden,  ist auch ein intensiver Einblick in das alltägliche Leben eines anderen Landes möglich. Nirgendwo anders kann so erlebt werden, wie Handeln und Denken in der Fremde aussieht.
 
 

Foto Griechin (11 KB) Foto Grieche (20KB) Foto Grieche (7KB)

Der Alltag in Griechenland  zeigt sich schon in seiner äußeren Form anders, als wir es im Norden Europas gewohnt sind. Ein hohes Maß an Herzlichkeit und Gastfreundschaft sind die bemerkenswertesten Eigenschaften, die im Kontakt mit den Menschen deutlich werden.

Bedenkt man bei all dem, dass der Aufenthalt im anderen Land jeweils zwei Wochen dauern wird, erhoffen wir uns, dass die Schüler und Schülerinnen beider Seiten für sich und ihr Leben Erfahrungen machen, die sonst nicht möglich sind. Europäisches Zusammenleben unter Beachtung und Respektierung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede wird vollzogen. Die Fremdheit des anderen wird genommen, die Selbstverständlichkeit des Eigenen relativiert. „Es muss nicht immer Kartoffelsalat sein, es gibt auch Tintenfisch.“

Konkret heißt das für unsere Schule:

  • Im April 2002 erwarten wir für zwei Wochen eine Gruppe von ca. 20 Schülern hier bei uns in Lübeck.
  • Im April 2003 werden wir für zwei Wochen nach Mytilene auf Lesbos fahren.


Möglich ist diese besondere Form des Lernens außerhalb der „normalen Schule“ nur, weil wir dafür umfangreiche Unterstützung bekommen:

  • Eltern, die bereit sind, für diese recht lange Zeit Schülerinnen und Schüler aufzunehmen.
  • Lehrer und Lehrerinnen, die diese Veränderung des Unterrichtsablaufs als Bereicherung des schulischen Alltags verstehen.
  • Schülerinnen und Schüler, die dieses besondere Angebot als einmalige Chance begreifen.
  • Schulleitungen, die uns großzügig entgegenkommen.
  • Die Europäische Kommission, die uns finanziell umfangreich unterstützt durch das Programm COMENIUS 1 im Rahmen des Bildungsprogramms SOKRATES.


Logo Sokrates (6KB)

Für diese Hilfe sind wir allen Beteiligten dankbar, ohne dieses ginge es nicht.

Und mit all dem werden wir dann hoffentlich bald auch sagen können: „Auf Wiedersehen“ – „Adio!“
In Griechenland und Deutschland.

Michael Leberke und Harald Denckmann
25.02.2002, aktualisiert 09.04.2003

Besuch in Griechenland 2009

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