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GIRLS´ DAY 2008 –
Mein Tag bei Ingenieurinnen


Am 24.04.2008, am Girls’Day, kam ich um 09.00 Uhr im MFC Multifunktionscenter im Hochschulstadtteil von Lübeck an und wurde gleich freundlich von der Gastgeberin Dipl.-Ing. Undine Stricker-Berghoff als Schülerreporterin empfangen.

Beim Warten auf die anderen Mädchen, von denen sich bereits ein paar kannten, stiegen die Aufregung und Erwartung bei mir an. Als alle neun Mädchen anwesend waren, ging es endlich los.

Die Ingenieurinnen Undine Stricker-Berghoff, Maria Daetz und Barbara Nüsse stellten sich kurz vor und Monika Adler erklärte ausführlich, wie „frau“ Ingenieurin werden kann.


Die Ingenieurinnen Frau Nüsse (li)  und Frau Stricker-Berghoff

Als Ingenieurin braucht „frau“ das Fach Mathematik und die naturwissenschaftlichen Fächer Chemie, Physik und Biologie. Doch auch die Fremdsprache Englisch ist wichtig, da ein Großteil der Geschäftskontakte mit ausländischen Kunden besteht.

Der Ingenieurberuf gilt als Männerberuf, doch „frau“ soll Mut haben und Neues ausprobieren. Mit dem Girls’Day machten wir den ersten Schritt. Nach der Einleitung wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Zwei Themen sollten nur behandelt werden.

        - Wie kann man Gewebe züchten?
        - Wie wird schmutziges Wasser wieder sauber?

Meine Gruppe beschäftigte sich zuerst mit der zweiten Frage und wurde in der ersten Etage des voll verglasten Hauses von Herrn Dr. Rüdiger mit den Worten „ Willkommen im Reich des Abwassers“ empfangen.



Er erklärte uns anhand von Zeichnungen wie Abwasser durch drei verschiedene Stufen im Klärwerk gereinigt und wieder sauber wird. Danach sahen wir uns durch ein Mikroskop Bakterien in vierhundertfacher Vergrößerung an.Wir konnten sehen, wie die Bakterien umher schwimmen und Nahrungspartikel „abgrasten“.

Nach einer halben Stunde wurde uns dann vom KTE Kompetenzzentrum Tissue Engineering gezeigt, wie „frau“ Gewebe züchten kann. Mit Power-Point-Präsentation stellten sich drei Frauen mit ihren Projekten vor.

Dr. Silke Erdmann (unten) ist dabei, Knorpelersatz zu züchten.



M.Sc Kathrin Rosen-Bohn befasst sich mit Herzklappen und Astrid Kathöfer entwickelt und erforscht eine Behandlungsmethode für schlecht heilende Wunden, wie z.B. offene Beine bei Diabetikern.
Nach der Einführung durften wir mit ins Labor. Dort mussten wir alle einen schicken weißen Kittel anziehen und konnten beobachten, wie Zellen „gefüttert“, wie und wo sie eingefroren werden bzw. eingefroren werden können.

Nach dieser aufregenden Erfahrung gab es erstmal Mittagessen.Das chinesische Büffet war sehr lecker und ich denke, dass es allen Mädchen geschmeckt hat.

Nach der Mittagspause wurde uns bei Diapham Biotec kurz der Weg einer Tablette von der Entwicklung bis ins Ladenregal beschrieben. Die Aufgabe dieser Firma ist es zu kontrollieren, ob bestimmte Vorgaben und Vorschriften, z.B. die Schriftgröße auf der Medikamentenverpackung und notwendige Angaben in der Gebrauchsanweisung eingehalten werden. Dinge, über die „frau“ sich sonst gar keine Gedanken macht.

Als letztes Thema erzählte uns Dipl.-Ing. Barbara Nüsse ausführlich über ihren Beruf und ihre Aufgaben als Sicherheitsfachkraft. Sie führt Besichtigungen, Messungen von Beleuchtung, Lärm und Klima durch und berät die Unternehmer unter anderem über Schutzausrüstungen, Gefahrstoffe und Lärmminderung.

Sie erklärte uns, wie gefährlich Lärm auf Dauer sein kann. Um das nachvollziehen zu können, hatte Frau Nüsse einen Versuch für uns vorbereitet. Wir
stellten uns in einem Kreis auf und schrien auf Kommando so laut wir konnten. Sie hielt dabei ein Lärmmessgerät in die Mitte und wir erreichten
113 dB ( Dezibel – Maßeinheit für Lautstärke ).
Dieses war sehr faszinierend, denn ab 90 dB kann längeres Ertragen von Lärm Schäden im Ohr verursachen. Außer diesem Versuch sahen wir uns einige Filme und Fotos zum Thema Sicherheit am Arbeitsplatz an.

Zum Abschluss gab es Kaffee und Kuchen. Danach wurden wir gegen 16.00 Uhr verabschiedet.

Da alle Mädchen den Vorträgen zuhörten, denke ich, dass sie den Praktikumstag genauso interessant und lehrreich fanden wie ich. Am Ende waren wir zwar alle erschöpft, denn es wurden sehr viele Informationen vermittelt, aber ich habe den Girls’ Day als gute Chance empfunden, für einen Tag in neue und aufregende Berufe hineinzuschnuppern.

Nadine, 8c
03.05.2008


 
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