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Ausflug in die Welt der Mode und des Luxus
                                                                                                                 
Am Mittwoch, den 14. Mai, fuhren wir, das Sprachprofil des E-Jahrgangs, mit dem Zug nach Hamburg, um dort erst im Museum für Kunst und Gewerbe die Ausstellung „Mythos Chanel“ zu besuchen und danach im Museum für Hamburgische Geschichte dem « Festival des Métiers » einen Besuch abzustatten.



Die Ausstellung „Mythos Chanel“ wirkte sehr professionell und unsere noch junge Begleiterin, die uns durch die fünf Ausstellungsräume führte, sehr gut informiert. Egal, welche Frage man ihr stellte, eine gute Antwort hatte sie immer parat; hier ein dickes Lob meinerseits. Die Ausstellung konnte mit vielen besonderen (teilweise von anderen Museen ausgeliehenen) Stücken aufwarten, wie zum Beispiel mit einem alten Original-Flakon des Parfums „Chanel N° 5“ aus dem Jahre 1922 (!), in dem sich sogar noch ein Rest bernsteinfarbener Flüssigkeit befand.

Des Weiteren wurde viel auf Gabrielle Bonheur Chanels (ursprünglicher Name Coco Chanels) Schaffen eingegangen, warum gerade ihre Kollektionen so unglaublich berühmt sind und zumindest die damalige Mode so stark beeinflusst haben. Es wurden viele originale Kostüme gezeigt, früher getragen von Persönlichkeiten wie Romy Schneider oder Jackie Kennedy. Auch das kleine Schwarze fehlte natürlich nicht. Ein kompletter Ausstellungsraum war diesem Kleid gewidmet: Eine japanische Abwandlung, die auf die Größe einer Serviette zusammengefaltet werden konnte, die H&M-Version und die kreativen Ideen vieler anderer Designer zu diesem Kleid standen hinter dickem Glas zur Schau.

Zum Schluss gab es noch zu sehen, was heute aus dem Label Chanel, im Moment unter der Führung Karl Lagerfelds, geworden ist. Einzig der Lebenslauf Chanels wurde wenig erwähnt; aber warum Besucher auch mit Daten langweilen? Es ging ja um den Mythos an sich.
 
Ich denke, dass die wenigsten 15-17-Jährigen so kulturinteressiert sind, dass sie sich selbst aufraffen und in ein Museum gehen und sich Ausstellungen ansehen, aber heute sogar in zwei zu gehen, war als Gruppe definitiv okay und ein schönes Erlebnis.



Das « Festival des Métiers » von Hermès (eine französische Luxus- Modemarke) hatte mit dem mit Glas überdachten Innenhof des Museums für Hamburgische Geschichte einen äußerst schönen Standort gewählt.



Die Grundidee dieser Veranstaltung war einerseits natürlich Werbung, aber andererseits auch, den Gästen (hauptsächlich aus der wohlhabenden Schicht) einen Einblick in die Arbeit eines Kunsthandwerkers zu geben, was eindrucksvoll gelungen ist.


Das berühmte Hermès-Seidentuch
und die Farbtöpfe für die Seidentücher


Es gab in diesem Innenhof also ungefähr zehn Stände, an denen Seidendrucker, Zeichner, Krawattenschneider, Porzellanmaler, Lederer, Täschner, Sattler und Uhrmacher ihr Geschick an den Tag legten.



Hauptsächlich junge Damen arbeiteten hier, natürlich immer mit einem französisch anmutenden, blau-weiß gestreiften Langarmshirt und einem teuren Hermès-Seidentuch um den Hals ausgestattet.


Gespräch mit der Porzellanmalerin

Wir, als Schüler des Sprachprofils, hatten die Aufgabe bekommen, den meistens extra aus Frankreich angereisten Künstlern Fragen über ihren Beruf, ihr Leben oder Sonstiges zu stellen, auf Französisch natürlich. Da die meisten Stände, an denen Franzosen arbeiteten, aber auch eine Übersetzerin danebenstehen hatten, mussten wir nicht einmal notgedrungen unser natürlich exzellentes Französisch anwenden. 



Wir sahen immer mit Spannung überall zu (die Arbeit der Uhrmacherin fand ich z.B. sehr interessant) und machten uns Notizen über Lebensweg, Jobzufriedenheit und sehr grobe Basics des Handwerks. Ich bewundere eindeutig die Geduld und Ruhe der Mitarbeiter, jeden Tag aufs Neue mit der gleichen Feinfühligkeit Seidentücher, Handschuhe, Taschen usw. zu vernähen. Oder die Dame beim Uhrstand, die bei 30 Personen, die um den kleinen Tisch herumstanden und daran herumstießen, noch versuchte, mit Pinzette und Lupe eine Uhr zusammenzubauen.



Der Rückweg zur Wandelhalle im Hauptbahnhof dauerte länger als der Hinweg, die Straße war ziemlich verstopft. Zu unserer Freude fuhr sich aber neben uns ein pechschwarzes Modell des Lamborghini Aventador fest. So bekamen die Mädels ihre Mode und die zwei Jungs ein tolles Auto zu sehen.

Trotz des sehr frischen Windes in Hamburg war es ein sehr gemütlicher Tag und natürlich spannender als gewöhnlicher Unterricht. Ganz vielen Dank an Frau Dudzik, die so eine entspannte Begleitperson gewesen ist, und an meine Klasse, die genauso entspannt ist.

Rafael, Schüler der Ef
14.06.2014

Fotos: © Christina Dudzik

                 


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