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„Die französische Band La Phaze rockt im Treibsand Lübeck“

Sehr gespannt betrat  die Schülergruppe der Thomas-Mann-Schule den Backstage-Raum des Treibsandes auf der Wallhalbinsel. Freundlich wurde sie von dem Gitarristen Arnaud der französischen  Band „La Phaze“ begrüßt, auf  Französisch, bien sûr. Und so wurde auch das Interview geführt, auf das sich die Schüler und Schülerinnen gut vorbereitet hatten.

„La Phaze“ ist eine in Frankreich sehr bekannte Band, die sich vor allem durch soziales und politisches Engagement auszeichnet. Die Band: Das sind Guillaume an den Drums, Arnaud an der Gitarre und Damny, der Sänger von „La Phaze“.

Das Trio ist nicht das erste Mal in Lübeck aufgetreten. Sie kämen gerne nach Lübeck, erklärt Arnaud. „Das Publikum ist in ganz Deutschland sehr aufgeschlossen gegenüber allen Musikrichtungen“, freut er sich. „La Phaze“ haben selbst einen eigenen Musikstil kreiert. Den sogenannten „Pungle“. Dies ist ein Mix aus Punk und Jungle. Dieser „Pungle“ macht bei den Liveauftritten ihre ganz besondere Note aus. In ihren Musiktexten, die „La Phaze“ allesamt selbst schreiben, geht es um brisante Themen. Da nimmt Damny kein Blatt vor den Mund, wenn er beispielsweise über die  kritische Situation in den französischen Vorstädten, den sogenannten „Banlieues“ singt. Arnaud beteuert: „Wir wollen mit unseren Songs die Situation in den Vororten nicht anheizen, aber wir wollen auf sie aufmerksam machen und eine Lösung finden..“  „La Phaze“ kämpft für Menschlichkeit und Humanismus über ihre Musik durch das Mikrophon. Des Weiteren fordert die französische Band eine Politik ohne Lügen und Verkleidung.  So gründeten sie aus eigener Initiative die Organisation „Colère noire“ (Schwarze Wut) als Reaktion auf die Ölpest vor der bretonischen Küste. Diese Organisation setzt sich aus Bürgerrechtsbewegungen, politischen Aktivisten und Musikern zusammen. Sie alle haben sich zum Ziel gesetzt, Dinge zu verändern.



In ihrem neuen Album „Miracle“ schneiden „La Phaze“ auch ein bisher in Frankreich sehr umstrittenes Thema an: Die Sterbehilfe. Einer der  Songs des neuen Albums heißt „Peine de vie“ (Schmerz des Lebens oder „Lebensstrafe“) und beschreibt das Schicksal eines schwer kranken jungen Mannes.

Arnaud ist genau wie seine Bandmitglieder ein begeisterter Musiker.

„Musik ist ein guter Weg, um mit dem Publikum zu kommunizieren und eine „Message“ zu überbringen“, sagte Arnaud abschließend.

Nach dem Backstage-Treffen mit dem Gitarristen erwartete die Schüler der Profilklasse Französisch ein Liveauftritt der Band. All dies hatte ein Projekt der französischen Botschaft in Kooperation mit dem „Bureau export de la Musique française“ und dem Cornelsen-Verlag möglich gemacht. Merci!

Um kurz vor elf füllte sich der Treibsand merklich. Kurz darauf verwandelte „La Phaze“ das Publikum in eine  tobende Menge mit ihrer außergewöhnlichen Mischung aus Elektro und  eindrucksvollen Gitarrenriffs. Sie spielten sowohl französische Songs, wie zum Beispiel ihren neuen „Peine de vie“, als auch englische  Nach eineinhalb Stunden ließ das Publikum die Franzosen längst nicht gehen, woraufhin sie noch einige sehr rockige  Zugaben lieferten. Dieses Konzert war das letzte ihrer diesjährigen Deutschlandtour. Doch sie werden mit Sicherheit wieder kommen. Denn wie Arnaud selbst sagt: „Pourquoi pas?“ (Warum nicht?).
     

                  

Berrit Husstedt und Lisa Plennis, 11s
8.11.2008


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