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Leipziger Buchmesse 2009
 
Von etwa 3500 deutschen Schülern, so auch dem Leistungskurs Französisch des 12. Jahrgangs, wurde mit Spannung die Preisverleihung des Prix des lycéens 2009 während der Leipziger Buchmesse erwartet. Bei der Landesjury in Kiel als Zweitplatzierte für die Vertretung der schleswig-hosteinischen Schüler gewählt, war Lisa-Marie aus dem 12. Jahrgang  kurz davor, auch in Leipzig das von ihrem Kurs favorisierte Buch zu verteidigen. Dort trafen nämlich die Landesvertreter zusammen, um als Bundesjury den Roman zu wählen, der den Preis des Klett-Verlages erhalten sollte. Spannend wurde es deshalb vor allem auch für die Autorinnen der fünf Werke. Leicht war die Entscheidung für die Schülerinnen und Schüler sicher nicht, denn schon während der Landesjury in Kiel hatte sich gezeigt, dass jeder der fünf französischen Jugendromane eine Übersetzung ins Deutsche verdient hätte. Entschieden hat sich die Bundesjury schließlich für Elisabeth Combres mit ihrem Buch „La mémoire trouée“.
Historischer Kontext des Romans ist der Völkermord der Tutsi in Ruanda, 1994. Hauptperson ist das Mädchen Emma, das im Alter von neun Jahren miterlebt, wie ihre Mutter von den Hutus getötet wird. Der Roman erzählt, wie Emmas Leben nach dem erlittenen Trauma weitergeht. 
Neben Julia Billet, Autorin des Romans „Alors, partir?“,  die wir als Gast an der Thomas-Mann-Schule begrüßen durften, stellte auch Elisabeth Combres ihr Buch in Schleswig-Holstein Schülern vor und gab zu vielen Fragen interessante Antworten.



So erzählte sie, dass „La mémoire trouée“ ihr erster Roman sei und sie vorher als Journalistin gearbeitet habe. Für diesen ersten Roman sei sie nach Ruanda gereist und habe dort Überlebende des Völkermordes getroffen, die wie Emma ihre Familie verloren haben. Nicht ganz einfach sei manchmal die Kommunikation gewesen, da die Betroffenen häufig kaum Französisch sprachen. Inspiration für ihren Roman sei die Frage gewesen, wie man nach dem Tod geliebter Menschen weiterleben könne. Mme Combres erwähnte, dass die Vorarbeit für den Roman durchaus den Vorarbeiten für ihre Reportagen geähnelt habe. So zeigt ihr Roman an vielen Stellen dokumentarische Elemente.
Auch im Französisch-Leistungskurs der Thomas- Mann-Schule fand der Preisträger Zustimmung,  auch wenn der Favorit (nun kann er ja genannt werden) des Kurses  „Rouge Métro“ von Claudine Galea war.

Félicitations à Elisabeth Combres.


Elisabeth Combres (li) signierte ihr Buch in Ahrensburg.


Christina Dudzik
19.03.2009

Fotos: © S. Wessin


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Frankreich-Blog (Heiner Wittmann) - 16.03.2009

Jurysitzung in Kiel - 18.02.2009




 
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