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Literaturkritik auf Französisch
 
Als Vertreterin des Französisch-Leistungskurses des 12. Jahrganges reiste Lisa in Begleitung von drei weiteren Schülern zum Centre Culturel Français de Kiel.

Lisa (am Tisch links sitzend) im Kreis der Juroren

Denn am 18. Februar 2009 fand dort die diesjährige Landesjury des Prix des lycéens allemands statt, den die Kulturabteilung der französischen Botschaft in Berlin seit dem Jahre 2004 in Zusammenarbeit mit dem Klett-Verlag organisiert. Am Projekt Prix des lycéens nehmen in diesem Jahr über 3000 deutsche Gymnasiasten teil. Fünf zeitgenössische französische Romane wurden zunächst nominiert. Aufgabe der Schüler ist es, diese zunächst intensiv zu lesen, sie zu beurteilen und einen Gewinnerroman zu wählen. Dieses Verfahren findet zunächst auf Schul-, dann auf Landes- und schließlich auf Bundesebene statt. Dem von der Schülerjury gewählten Buch wird ein Preisgeld in Höhe von 5000 Euro zugesprochen, das der Übersetzung ins Deutsche dient.

Von links:Madame Rönnau (Centre culturel), Frau Dr. Langer (Ministerium), Monsieur Capus (Institut français de Hambourg) und Lisa von der Thomas-Mann-Schule

In diesem Jahr, in dem das Projekt bereits zum fünften Mal stattfindet, beteiligen sich allein in Schleswig-Holstein über 20 Klassen. 18 von ihren Kursen als Delegierte gewählte Schüler begaben sich nach Kiel, um dort unter der Leitung von Madame Rönnau  (Centre culturel français de Kiel) und Monsieur Capus (Institut français de Hambourg) auf Landesebene über die Bücher zu sprechen. Nachdem jedes der fünf Bücher noch einmal kurz von den Schülern inhaltlich dargestellt worden war, begann der interessanteste Teil des Nachmittags: die Diskussion über Stärken und Schwächen der einzelnen Werke. Es war, als hätten sich die Schüler der Jury die Worte Marcel Reich-Ranickis zu Herzen genommen: „Wir werden über Bücher sprechen, und zwar, wie wir immer sprechen: liebevoll und etwas gemein, gütig und vielleicht ein bisschen bösartig, aber auf jeden Fall sehr klar und deutlich.“  Allerdings muss erwähnt werden, dass die Schüler im Gegensatz zu den Mitgliedern des Literarischen Quartetts sich ausschließlich auf Französisch äußerten. Sehr kontroverse Meinungen, die dann gut begründet werden mussten, wurden deutlich.

Melanie, Svenja und Hannes aus dem Leistungskurs Französisch

Für Lisa sowie für die anderen 17 Schülerinnen und Schüler war es eine anspruchsvolle Aufgabe, sowohl den von ihrem Kurs gewählten Roman durch schlagkräftige Argumente zu verteidigen, die anderen Jurymitglieder zu überzeugen und außerdem den anderen aufmerksam zuzuhören, um auf Beiträge mit gut durchdachten und fundierten Argumenten angemessen reagieren zu können. Schließlich ging es auch darum, dass am Schluss aus der Runde der jungen Literaturkritiker wieder ein Delegierter oder eine Delegierte gewählt werden sollte, der oder die das Land Schleswig-Holstein bei der Bundesjury auf der Leipziger Buchmesse vertritt.



So wurde es dann noch einmal besonders spannend, als über das Siegerbuch und den Landesvertreter abgestimmt wurde. Lisa konnte mit ihren Fähigkeiten als Literaturkritikerin überzeugen, sodass sie als zweite bei der Wahl der Vertreter des Landes Schleswig-Holstein hervorging. Das ist eine beachtliche Leistung, denn die Schüler mussten sich über eine Zeitspanne von drei Stunden auf die durchgehend auf Französisch abgehaltene Diskussion konzentrieren und sich auch immer wieder durch intelligente Beiträge einbringen. Auch Frau Dr. Langer als Vertreterin des Ministeriums für Bildung und Frauen betonte in ihren Schlussworten, dass sie von dem Projekt und dem Niveau der durchweg auf Französisch gehaltenen Schülerbeiträge beeindruckt war.

Mit Neugierde erwarten wir nun den 13. März 2009, wenn in Leipzig der endgültige Gewinner des Prix des lycéens allemands gewählt wird.

Christina Dudzik
25.02.2009

Fotos: © Christina Dudzik


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