Bericht von der Autorenlesung mit Xavier-Laurent Petit
Am
Deutsch-Französischen Tag, dem 22. Januar 2007 hatte unser Französischgrundkurs (13.
Jahrgang) die Ehre, Xavier-Laurent Petit, einen der nominierten
Autoren für den Prix des Lycéens Allemands 2007, an
unserer Schule willkommen zu heißen. Er ist bereits der dritte
französische Autor, den wir im Rahmen des Prix hautnah erleben
durften. In der neuen Cafeteria nahmen wir jedoch nicht nur unseren
Ehrengast in Empfang, sondern auch Schülerinnen und Schüler
aus sechs schleswig-holsteinischen Gymnasien - Isarnho-Schule Gettorf, Hans-Geiger-Gymnasium Kiel,
Johann-Heinrich-Voß-Gymnasium Eutin, Gymnasium am Mühlenberg
Bad Schwartau, Ernestinenschule Lübeck - wobei einige einen langen
Weg zurückgelegt haben, um an dieser Lesung teilnehmen zu
können.
Zudem waren M. Laurent
Capus, Institut Français de Hambourg, Mme Catherine Rönnau,
Centre culturel français de Kiel und Frau Dr.
Köster-Bunselmeyer, Ministerium für Bildung und Frauen, unsere Gäste, die jeweils mit einer
kleinen Ansprache das Publikum begrüßten.
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Xavier-Laurent
PETIT ne se contente pas de raconter des histoires. Si, certes, son
talent d’écrivain lui permet de «bien raconter
» des histoires, un long travail de recueil et de collecte
d’informations précède toujours la rédaction.
Aussi, c’est peut-être bien en tant que témoin de son
temps que Xavier-laurent PETIT écrit, qu’il met en scène
la vie des hommes dans toute sa complexité, ses richesses, ses
malheurs. (Cathy Petit 06/2002)
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Xavier-Laurent Petit
gestaltete die Lesung sehr angenehm und interessant. Er las viel aus
„Maestro“ vor, berichtete von dem realen Hintergrund des Werkes und
beantwortete mit Freude unsere Fragen.

«Maestro» handelt
von Saturnino, der mit seiner Schwester Luzia und seinem Freund
Patte-Folle auf der Straße lebt und als Schuhputzer ein wenig
Geld verdient. Eines Tages trifft er einen alten Mann namens Romero
Villandes, der sein Leben und das der anderen Straßenkinder
verändert. Er möchte den Straßenkindern beibringen
Musikinstrumente zu spielen und ein Orchester gründen.
Xavier-Laurent Petit wurde
von einem Zeitungsartikel inspiriert, der ein «Straßenkinder-Orchester» in La Paz (Bolivien) thematisiert, das
von einem Mann namens Freddy Céspedes gegründet wurde. Sie
versuchen ihre Instrumente vor Plünderern, die die Stadt
zerstören und ausplündern, zu bewahren und halten trotz allen
Leids und Elends an ihrem Projekt fest.
Passend zu seinem
Werk spielte Xavier-Laurent Petit uns ein Stück des
Straßenkinder-Orchesters von La Paz vor. Er hatte, nachdem er von
dem Zeitungsartikel inspiriert wurde, Recherchen vorgenommen und
letztendlich Kontakt zu Freddy Céspedes hergestellt, der ihm
daraufhin eine CD seines Orchesters zuschickte. Dieser besitzt
mittlerweile eine spanische Ausgabe von «Maestro». Die Recherchen und
das Sammeln von Informationen, um die Idee für dieses Buch
umzusetzen dauerten über zwei Jahre.

Wir haben M. Petit als sehr sympathischen, lockeren und offenen Menschen kennen gelernt.
An seinen langsamen und deutlichen Ausführungen und vorgelesenen
Textpassagen konnte man erkennen, dass er bereits Erfahrungen im Umgang
mit Schülern hatte, was auf sein einstiges Lehrerdasein
zurückzuführen ist. Den Lehrerberuf hat er damals aufgegeben,
als er während des Vaterschaftsurlaubs (!) seine Leidenschaft
für das Schreiben entdeckte.

Nach der Lesung
konnten sich die Schülerinnen und Schüler ihre Bücher
signieren lassen und noch offene Fragen stellen.
Abschließend
können wir sagen, dass es für alle wieder eine
schöne Bereicherung und tolle Erfahrung war. Dafür vielen
Dank an M. Petit.
Anna Kardasinska
12.02.2007
Photos: © Lucas Hillringhaus, Susan Wessin
10/02/2007
Prix des Lycéens 2007
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