15 Jahre Europaschule

Die TMS feiert das Jubiläum mit Projekttagen und anschließendem Schulfest

Vor 15 Jahren wurde der TMS als erster Lübecker Bildungseinrichtung der Titel Europaschule verliehen. Rolf Pribnow, stellvertretender Schulleiter, wies in seiner Eröffnungsansprache des Europaschulfestes zum Abschluss der Projekttage darauf hin, dass über den nationalen Tellerrand zu schauen, zum Selbstverständnis der TMS gehöre und gelebte Realität sei, wie die vielfältigen Aktivitäten mit internationaler Ausrichtung an der Schule zeigten.

In den drei Tagen, die dem Fest vorangegangen waren, hatten die Schülerinnen und Schüler in frei gewählten, jahrgangsübergreifenden Projekten zu den unterschiedlichsten Themen mit europäischem Bezug gearbeitet. „Dänische Sprache und Kultur“, „Die Wikinger im frühmittelalterlichen Europa“, „Europäischer Müll vor den Toren Lübecks“ oder „ESA – Europe in Space“, ein Planspiel zum Europäischen Parlament oder „Europäische Sagen durch Theater entdeckt“, so lauten die Titel nur einiger der über 40 Projektangebote, aus denen die Schülerinnen und Schüler wählen konnten. Die Präsentation am Freitagnachmittag zeigte die beeindruckenden Ergebnisse der Arbeit.



Europapuzzle aus Holz

"Europa spielend entdecken“ lautet der Titel eines Projektes für die Unterstufe, in dem die Schülerinnen und Schüler Spielbretter entworfen, gebastelt und ihr erarbeitetes Wissen über die Länder und Kulturen eingebracht hatten. Selbst die Spielsteine aus Fimo waren selbst gestaltet.

Das Thema Menschenrechte hatte eine andere Gruppe erarbeitet und dazu Orte in Lübeck aufgesucht, an denen sich deren Bedeutung im Alltag veranschaulichen ließ. In der Aula präsentierten sie diese an Stationen.

Begeistert berichteten die Schülerinnen und Schüler, die an der European Bat Night teilgenommen hatten, von den über 40 unterschiedlichen Fledermausarten, die sie in Bad Segeberg kennen gelernt hatten, und sammelten mit dem Verkauf selbst gefalteter Fledermäuse Geld für das dortige Erlebniszentrum Noctalis.

Während des Projekts waren außerdem selbst gebaute Fledermauskästen in die Bäume auf dem Schulhof gehängt worden, damit diese in Europa bedrohte Tierart weitere Rückzugsmöglichkeiten erhält.

„Krieg und Frieden“ ist das Thema des diesjährigen Europäischen Wettbewerbs, zu dem die Fachschaft Kunst ein Projekt angeboten hatte. Auch hier gab es beeindruckende Ergebnisse. Die Friedenstaube hält in ihrem Schnabel einen schwarzen Wollfaden und rippelt im Weiterflug das schwarze Gewebe, das den Krieg symbolisiert, auf.

Schon auf dem Weg aufs Schulgelände hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Botschaft an die Besucher gerichtet.

Gemeinschaftsstiftend wirkte das Projekt „ Musik an europäischen Lagerfeuern“. Zahlreiche Besucher umringten die singenden und im Rhythmus klatschenden Schülerinnen und Schüler im Innenhof und ließen sich von der beschwingten Atmosphäre anstecken.

Während der Abiturjahrgang Kaffee und Kuchen verkaufte, bereicherten die Eltern mit einem Europäischen Büfett herzhafter Köstlichkeiten den Nachmittag. Nervenstark und gutgelaunt meisterten die engagierten Mütter und Väter den Andrang an den Tischen.

Besondere Erwähnung verdient die Tatsache, dass sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler der Oberstufe als Projektleiter engagiert haben. Ihren Beitrag hob der Organisator der Projekttage, Daniel Klingebiel, vor den versammelten Besuchern besonders hervor, die sich seinem Dank mit Beifall anschlossen.   

  
Planspiel EU-Parlament


Die Montanunion


Antike Mythen


Schweden


Dänemark


Frankreich


Italien



Klöster in Europa


 
Die Rückkehr des Wolfes nach Europa 


Wikinger im Europa des frühen Mittelalters - Besuch des Geschichtserlebnisraums Kücknitz


                    

Text : Mechthild Piechotta
Fotos: © Christina Dudzik, Sabine Jebens, Daniel Klingebiel, Mechthild Piechotta

7.9.2015




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