Russland nach Parlaments- und Präsidentschaftswahl –
wie geht es weiter?
Eine Veranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung

Information über die aktuelle Entwicklung in Russland aus erster Hand, dazu lebhafte Diskussion mit einem anerkannten Experten: Darum ging es am Dienstag, 8. April 2008 in den Erdkundekursen Harz/Wessin des 13.Jahrgangs.  Politikmüdigkeit oder Desinteresse? Unsere Schüler und Schülerinnen  konnten mit ihren Fragen wieder ein Mal den guten Ruf unserer Schule bestätigen : Politisches und gesellschaftliches Interesse haben einen hohen Stellenwert – sicherlich nicht zuletzt durch MUNOL, auf das die Referenten anerkennend Bezug nahmen.

Der Referent:
Peter Hilkes, Leiter forumNET.Ukraine, Berlin; Landeskoordinator Patenschaftsprojekt zur Integration jugendlicher Zuwanderer, München
Moderation: Dr. Petra Beckmann-Schulz
Politikwissenschaftlerin und Redakteurin

Peter Hilkes begleitete die Emanzipations- und Autonomieprozesse im Baltikum, in Kasachstan und in der Ukraine als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Ruhr-Universität Bochum und des Osteuropa-Instituts München. In Russland führte er während der 90er-Jahre Befragungen durch. Später war er u. a. als Wahlbeobachter in der Ukraine und 2006 Senior Advisor der OSZE dort. Er gründete das Netzwerkbüro forumNET.Ukraine. Seit 2006 leitet er als Landeskoordinator für Bayern das Patenschaftsprojekt der djo – Deutsche Jugend in Europa und des Bayerischen Jugendrings zur Integration auch osteuropäischer jugendlicher Zuwanderer.

Zum Thema:
Bei den Präsidentschaftswahlen am 2. März 2008 errang der Wunschnachfolger von Putin, Dimitri Medwedjew, klar die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Im Dezember hatte die Partei „Einiges Russland“ – gegründet zu Putins Unterstützung - bei den Parlamentswahlen 315 von 450 Sitzen erhalten. Bei beiden Wahlen wurde von Wahlmanipulationen berichtet.
Putin selbst will Regierungschef werden. Damit soll Stabilität und Kontinuität signalisiert werden. Russland ist aber offensichtlich immer noch weit von Freiheit und Demokratie entfernt. Putins Verdienste, er habe das Land nach den wirtschaftlich chaotischen 90er-Jahren wieder zur Ruhe gebracht, können nicht Ersatz dafür sein.
Was ist nach den Wahlen innen- und außenpolitisch zu erwarten? Wird sich der Kurs ändern? Können bzw. „dürfen“ Deutschland und die EU Russlands Energiereserven nutzen und gleichzeitig kritischer Kooperationspartner sein?



V.l.n.r. Peter Hilkes, Dr. Petra Beckmann-Schulz, Winfried Harz und Susan Wessin

Winfried Harz
08.04.2008

Foto: © W. Harz

Links:
Friedrich-Naumann-Stiftung
forumNET.Ukraine


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