Exkursion in die Hamburger HafenCity –
Sprachenprofil 11d - 2011
Fächerübergreifendes Projekt: Geografie, Wessin -
Profilfach Französisch, Dudzik: Les berges de Seine


Vorbereitung der Exkursion
Die Hafencity als Tafelbild... und im Modell (unten)
Besuch der Hamburger HafenCity am 05.05.2011

Die Hamburger HafenCity ist ein Projekt der Hansestadt Hamburg, das die Hamburger City um 157 Hektar, also um etwa 40 Prozent, vergrößern soll.
Sie ist in 10 Quartiere unterteilt: Strandkai, Dalmannkai/Am Sandtorkai, Grasbrook/ Am Sandtorpark, Überseequartier, Elbtorquartier, Am Lohsepark, Brooktorkai/ Ericus, Oberhafen, Baakenhafen und Elbbrücken.

Auf 126 Hektar Landfläche sollen sowohl Arbeits-  als auch Wohnnutzungsgebiete, Einzelhandel- und Gastronomiemöglichkeiten und außerdem Freizeit- und Kulturangebote entstehen, wodurch die HafenCity auch für den Tourismus attraktiv wird. Es werden rund 5800 Wohnungen für weitere 12000 Einwohner geschaffen, außerdem wird die HafenCity mehr als 45000 neue Arbeitsplätze bieten. Dadurch ist sie nicht nur für die rund 1,78 Millionen Hamburger, sondern auch für die Bewohner der Metropolregion Hamburg von großer Bedeutung. Hamburgs Status als Metropole verbessert sich durch dieses Projekt europaweit.

Erster Halt: Infocenter Kesselhaus

Zu Beginn unserer Exkursion am 05.05.2011 haben
wir uns ein Modell im Infocenter im Kesselhaus angeschaut. An diesem Modell kann man die derzeitigen Entwicklungen des Baus verfolgen. Fertiggestellte Gebäude sind mit Fenstern versehen. Dabei lässt sich erkennen, dass die westliche Hafencity weitgehend zu Ende gebaut wurde. Der zentrale und der östliche Teil hingegen befinden sich im Bau und in Vorbereitung. 

Für die HafenCity ist Nachhaltigkeit besonders wichtig, das bedeutet beispielsweise, dass nichtmotorisierte Fahrzeuge favorisiert werden. Viele Fußgänger- und Fahrradwege sollen entstehen. Die Wegkilometer für Fußgänger sollen sogar die der Kraftfahrzeuge übertreffen. Mit zahlreichen Parks, Plätzen und Promenaden wird es autofreie Gebiete geben.

Fahrradverleih am Unilever-Gebäude

Da die HafenCity größtenteils auf hochwassersicheren Warften und Sockeln gebaut ist, werden diese Sockel zu Tiefgaragen ausgebaut, um den gesamten ruhenden Verkehr unterbringen zu können.

Die Hamburger HafenCity liegt in großer Nähe zur Hamburger Innenstadt. Die Hauptverbindung zwischen City und HafenCity und das zentrale Verkehrsmittel in der HafenCity wird die neue U-Bahn-Linie U4 sein. Buslinien sollen ausgebaut werden. Außerdem werden 25 hochwassersichere Brücken die Innenstadt und die HafenCity miteinander verbinden.

Um die HafenCity vor Hochwasser zu schützen, werden die meisten Wege auf Warften gebaut, die 7,5-8 Meter über Normalhöhennull, dem mittleren Wasserstand der Nordsee, liegen.

Die hafentypischen Strukturen bleiben durch die Speicherstadt und den Wechsel zwischen Land- und Wasserflächen innerhalb der HafenCity erhalten, was ihr eine gute Atmosphäre verleiht.

Yana, Kristina, Linda und Roxana




Zweiter Halt: Sandtorkai / Dalmannkai

Am Sandtorkai angekommen, wurden wir zunächst über die bedeutsame Lage am Wasser aufgeklärt. Diese stellt einen wichtigen Attraktivitätsfaktor der Hafencity dar, denn die kilometerlange Promenade lädt zum Spazierengehen und Entspannen ein. Um diesen Vorteil voll ausschöpfen zu können, wurde beschlossen, dass sämtliche am Wasser gelegene Flächen nicht bebaut werden dürfen, da sie der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen sollen.

An dieser Idee orientiert sich ebenfalls die Architektur. Durch Überbauten entstehen tunnelartige Überdachungen der Wege. Um die Gebäude vor Hochwasser zu schützen, wurden sie auf 8 m hohen Warften gebaut.

Zartes Grün in der HafenCity - Die Elbphilharmonie im Hintergrund

Den absoluten Höhepunkt der HafenCity stellt jedoch die Elbphilharmonie dar. Auf einem alten Kakaospeicher entsteht hier ein spektakuläres Konzerthaus, welches zum Wahrzeichen Hamburgs werden soll. Die wellenförmig geschwungene Glaskonstruktion bildet einen Kontrast zur historischen Architektur der Speicherstadt und steht somit für die neue Identität dieses Stadtteils.

Das 2013 fertig gestellte Gebäude soll ein 5-Sternehotel, ca. 45 Wohnungen, Parkfläche und 2 große Konzertsäle umfassen. Dieses aufwändige Projekt hat aber auch seinen Preis. Die zu Beginn von der Baufirma kalkulierten Kosten haben sich bereits verdoppelt. Ein Problem war zum Beispiel, dass der alte Speicher das Gewicht der Philharmonie nicht tragen konnte und daher entkernt werden musste, um Platz für Stützen zu schaffen. Ein weiteres Problem sind die aufwändig hergestellten, geschwungenen Glasfenster, mit denen der obere moderne Teil des Gebäudes eingekleidet werden soll. Diese gigantischen Unikate warten noch darauf, vom TÜV ihr Siegel zu erhalten. Um die hohen Sicherheitsstandards zu erfüllen, müssen noch zahlreiche Belastungstests durchgeführt werden. Man hofft nunmehr, dass die aufwändige Montage der Scheiben fortgeführt wird, damit dieses weltweit einzigartige Bauprojekt bis 2013 fertig gestellt werden kann.

Linnéa, Antonella, Kira, Valerie und Louisa



Dritter Halt: Sandtorpark

Ein Problem, dem sich die Architekten beim Bau des neuen Stadtteils stellen mussten, war die Hochwassergefahr der an der Elbe gelegenen HafenCity. Zum Schutz vor Überflutung wurde das ganze Gebiet auf einer sicheren Höhe von 7-8 Metern über Normalnull errichtet. Dies ist gut von einer der zahlreichen treppenförmigen Terrassen erkennbar, wie den Magellan-Terrassen.

Die Magellan-Terrassen, im Hintergrund die Elbphilharmonie

Auch die Gebäude an den Terrassen müssen bestimmte Sicherheitsmaßnahmen erfüllen. So wurden zum Beispiel für den Chill Club, der sich am unteren Ende der Terrassen befindet, Vorkehrungen getroffen. Die bis zum Boden reichende Glasfassade ist so stabil, dass sie dem Druck der Wassermassen standhält. Zusätzlich wurden spezielle Aluminiumvorrichtungen entwickelt, die die Scheiben vor Treibgut schützen.


Nicht weit von den Magellan-Terrassen entfernt befindet sich die erste Grundschule der HafenCity. Auch hier haben die Architekten das Konzept, jeglichen Raum auszunutzen, umgesetzt. Auf dem Dach der Katharinenschule befindet sich ein attraktiv gestalteter Pausenhof geschützt durch einen kinderfreundlichen Zaun.


Mailin, Laura, Luca und Kyra


Vierter Halt: Strandkai
Wohnturm Marco-Polo-Tower

Durch den schönen Elbblick ist das Gebäude besonders attraktiv für wohlhabende Leute. Eine
100 m²-Wohnung im Marco-Polo-Tower kostet rund 400.000 €. Im Gegensatz zu den Wohnungen in der Elbphilharmonie sind die Wohnungen im Marco-Polo-Tower jedoch eher günstig.
Der Tower ist 55 m hoch und hat 16 Stockwerke mit insgesamt 58 Wohnungen.
Das Büro Behnisch Architekten aus Stuttgart entwarf eine organische und zugleich skulpturale Form, welche den Marco-Polo-Tower ausmacht. Der Wohn-Tower ist auch preisgekrönt. "Mit dem MIPIM-Award gewann der Marco-Polo-Tower gewissermaßen den "Immobilien-Oskar" 2010 in der Kategorie Residential Developments, im Jahr davor hatte er den European Property Award als Bestes Hochbauprojekt erhalten."
Quelle: http://www.hafencity.com/de/strandkai.html

Edgar, Tim und Christian

Der Marco-Polo-Tower
An der Exkursion beteiligten sich auch Frau Miethig, Frau Piechotta und Schüler und Schülerinnen der 10b und 10c.


Unilever-Gebäude

Unser letztes Besichtigungsziel war das Unilever-Gebäude am Elbufer mit Blick über den Hafen und die wachsende Elbphilharmonie.



Nicht nur von außen bietet das skulptural geformte Atrium einen architektonischen Höhepunkt.
Brücken, Stege und Treppen verbinden die einzelnen Büros und lassen das Gebäude auch von innen attraktiv erscheinen.
Genutzt wird das Gebäude seit Sommer 2009 von dem Konsumgüterkonzern Unilever mit seiner Zentrale für die deutschsprachigen Länder. Auf 25.000 m² BGF befinden sich Büro-, Einzelhandels-, Dienstleistungs- und Gastronomieeinrichtungen des Konzerns, der dort 1200 Mitarbeiter beschäftigt.
Auch für seine „nachhaltige, innovative und effiziente Architektur“ wurde das Gebäude schon mehrfach ausgezeichnet.
2009 wurde das Gebäude bei den World Architecture Awards in Barcelona mit der Auszeichnung als „Bestes Bürogebäude der Welt“ zertifiziert, außerdem erwarb es das Umweltzeichen Hafencity Gold.

Kim, Lene und Malte

Kreuzfahrtterminal



Die 11d vor den Alsterarkaden in der Hamburger City


Foto: Dudzik/Wessin - Thomas-Mann-Schule Lübeck



Quellen:

Broschüre „Hafencity Hamburg Projekte“ März 2011


Links:
www.hafencity.com
Übersicht Fachbereich Erdkunde
Dossier auf www.NDR.de: Die Hamburger HafenCity



 
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