Informationsabende für Eltern 2012/2013
Beratungslehrer

1. November 2012
Erziehung ist nicht kinderleicht!

Übersicht: Themenabende 2012/2013

 
Die Idee der Themenabende an der TMS ist es, alle Eltern – also über die Klassenelternabende hinaus - mit Themen anzusprechen, die in Bezug zu den Phasen ihrer Kinder, dem Miteinander mit ihren Kindern und vor allem auch zum Lernen ihrer Kinder stehen.

Vieles können Sie, liebe Eltern, in der vielfältigen Literatur, die in Papierform oder in digitaler Form angeboten wird, natürlich nachlesen.

Die Erfahrungen dieser Abende zeigt deutlich auf, dass die Eltern sehr froh sind, sich noch einmal „aufgerafft“ zu haben. Begleitet von fachkundigen und erfahrenen Referenten, wird sich der Austausch mit anderen Eltern, das Feststellen:  mir geht es nicht alleine so -  und der Erhalt zuversichtlicher Hinweise gelohnt haben.

Die Themen sprechen mal Eltern aus den unteren Klassen an, mal treffen die Themen für alle Jahrgänge zu. Mal interessieren sich Eltern eher für das eine, ein anderes Mal eher für das andere Thema.

Mit diesem Vorwort möchte ich noch einmal alle Eltern einladen, unser Angebot wahrzunehmen und in ihre Terminplanung aufzunehmen.

1. Themenabend im Schuljahr 2012-2013
Donnerstag, 1. November 2012
Erziehung ist nicht kinderleicht!

Dieses Thema ist immer präsent!
Und  - die Behandlung dieses Themas umfasst auch sehr elementare Grundgedanken, die über einen möglichen Zeitgeist hinaus gültig bleiben.

Schon 2006 war Diplom-Psychologin Frau Marlene Mentner von der Familien- und Erziehungsberatung als Referentin bei uns zu Gast.
Sie beschreibt die Eltern als Helden der Gegenwart. Als Eltern sind sie so alt, wie ihr erstes Kind, haben diese „Berufung“ gar nicht gelernt – sind also ohne Ausbildung!
Ohne Experten zu sein, tragen sie von sofort an die volle Verantwortung!

Alle Eltern wollen gut sein, alle Kinder wollen auch gute Eltern haben. Und: alle Kinder wollen vom Prinzip her auch gute Kinder sein!
Der Alltag zeigt häufig ein bizarres Bild bezüglich dieses Beziehungsgefüges, zumal die Wirkung der Erziehung nicht ausschließlich die Familie betrifft.

Die soziale Umwelt wie Freunde, Schule, Familie, Berufsfindung und Berufsbewältigung baut hier auf: auf einer guten Begleitung während der Erziehung! Und hier liegt ein großer Auftrag jeder Erziehung inne.
Daher brauchen Eltern Zuspruch und Sicherheit.

Ein übliches Thema taucht immer wieder auf: früher und heute!
Tatsächlich steckt in dem „früher“ nicht immer der versteckte  Vorwurf:  Früher war allles war besser.
Nein -  
„früher“ bedeutet auch, dass die Anerkennung gefestigter Strukturen, Rituale und Grenzen die Erziehung leichter gemacht haben. „Heute“ bestimmen vielmehr die Medien das tägliche Geschehen.
Auch hier liegen unvermeidlich viele sehr gute Ansätze, doch auch viele, die das Miteinander erschweren und sogar bis hin zur Isolation führen können. Diese Problematik erschwert vielen Eltern das Erziehen und Begleiten.

Welche elementaren Grundgedanken können nun eine Erziehung begleiten?

Frau Mentner stellte uns die Idee vor, dass vier Eckpfeiler, vier Säulen das Gerüst der Erziehung tragen. Zwischen Eltern und Kindern sollte gelten:

1. Säule: Vertrauen und liebevolle Zuwendung  - indem Kinder wirklich als Geschenk gesehen und das Gefühl geliebt zu werden, auch wahrgenommen werden kann.

2. Säule: Respekt und Achtung durch „Ich bin Ich“ und „Du bist Du“!
Die Umsetzung fällt leichter, wenn die eigene Selbstachtung gestärkt ist.

3. Säule: Strukturen und Rituale sollten durch Klarheit und Grenzen konsequent deutlich gemacht werden. Lob wirkt mehr als Tadel!
      
4. Säule: Förderung und Unterstützung – hier ein gutes Maß finden! Zuviel lässt keinen Freiraum für die Entwicklung und zu wenig verhindert Chancen. Wichtig: Jedes Kind braucht auch freie Zeit!

Schnell waren zweieinhalb Stunden verstrichen.
Ihnen, Frau Mentner, und allen Eltern vielen Dank für das Gelingen des Abends.

Marion Link
07.11.2012

 
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