Informationsreihe für Eltern 2007/2008

Ort:
Thomas-Mann-Schule
Cafeteria

 
2. Themenabend: 24. Januar 2008

Verloren oder orientiert?
Auf neuen Wegen in die digitalen Medienwelten!


Dr. Thomas Winkler, Dozent und Wissenschaftler am Institut für Multimediale und Interaktive Systeme (IMIS) der Universität zu Lübeck, Leiter Initiative KiMM (Kids in Media and Motion) und einer der Sprecher der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) in Schleswig Holstein 
  • nahm uns mit auf eine rasante Entwicklungsreise in die Moderne, die gar nicht mehr so weit vor uns liegt.
  • bescherte uns Einblicke in die moderne Handhabung von Computern und Handys.Sie dienen uns längst nicht mehr nur als Rechner und als Informationsquelle, nein, sie stellen ein soziales Netzwerk dar.
  • stellte „Second Life“ und „Heute“  gegenüber:  „Second Life“  ist eine Idee der 90’ er Jahre – eine Idee einer zweiten künstlich erschaffenen Welt. „Heute“ wird eine digitale Medienwelt möglich – ebenso wie sie jetzt auch tatsächlich ist, mit dem direkten Zugriff auf alle aktuellen Informationsquellen.
 
  • schaute mit uns zurück:
1964  Fernsehen  Prävalenz des Optischen - eher undemokratisch
1984  PC        Multimedia
1991  Web     weltweiter Zugang zu Informationen
2006  Web2.0     soziales Netz     -  eher demokratisch
  • ermunterte, den Umgang mit den digitalen Medien noch besser zu nutzen und vor allem zu kultivieren, indem
1.    Eltern und Kinder mehr gemeinsame Zeit am Computer verbringen
2.    durch Offenheit Missnutzung und Ausgrenzung vermieden werden
3.    über Missbrauch offen gesprochen wird
4.    unkontrollierte Mediennutzung beobachtet werden kann
5.    geholfen und nicht verboten wird
6.    im Unterricht der Computer nicht nur als Informationsgeber eingesetzt wird
7.    Lehrer die Einladung von Kimm annehmen, an Themen übergreifenden Projekten teilzunehmen.
  • entkräftigte Bedenken, dass modernen Medien den Missbrauch unverhältnismäßig fördern würden, indem er darauf hinwies, dass zu jeder Zeit an jedem Ort Missbrauch möglich ist. Wichtig ist das Vorleben und Zeigen – vergleichbar mit anderen Suchtgefahren wie Alkohol u. a.
  • erinnerte, dass Emotionen immer bleiben werden und digitale Medien integriert werden können (kultivierter Umgang).

Natürlich kamen sofort kritische Fragen auf, die an diesem Abend nicht ausreichend beantwortet werden konnten. Sicher kann ein weiterer Abend sich diesen Fragen stellen:
  • Nicht alle Schüler haben einen neugierigen Lernansatz
  • Nicht alle Schüler können sich moderne Hardware kaufen (soziale Gleichstellung)
  • Authentizität über Medien vs. Gefühle und Freunde
  • Hohe finanzielle Belastung, wenn die digitalen Medienwelten so schnelllebig sind

Dieser Vortrag hatte zum Ziel, zunächst einmal aufgeklärte Einblicke in den bald für uns selbstverständlich werdenden modernen Alltag zu gewinnen.

Herr Dr. Winkler hat seinen Vortrag ins Netz gestellt unter

http://www.kimm.uni-luebeck.de/

http://www.kimm.uni-luebeck.de/projektinfo/TMS-080124.ppt

Vielen Dank, Herr Dr. Winkler.

Marion Link
30.01.2007

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