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Der östliche Altstadtrand
Neuer Parkraum an der Kanalstraße
Gewerbe

Parkplätze an der Kanalstraße

Entstehung: 1993
Anzahl der Parkplätze: ca. 800
Preise und Parkzeiten:  30 Minuten 1,- DM
Höchstparkdauer:  4 Stunden 

Vor rund 5 Jahren entstanden an der Kanalstraße knapp 800 Kurzzeitparkplätze, um  die Altstadt von Verkehr und Lärm zu entlasten und neue Parkmöglichkeiten außerhalb des Stadtkerns zu schaffen. Die Parkplätze dienten als Strukturhilfsmittel zur Verkehrsberuhigung, die von der Bürgerschaft beschlossen wurde. So entstanden am Altstadtrand ebenerdige Parkplatzanlagen. 95% der Parkplätze werden von Dauermietern genutzt. 

Die Baukosten für die Parkplätze betrugen etwa 3 Millionen DM.
Für die gesamte Kanalstraße gilt das Grünkonzept: Die Parkplätze sind nicht rein asphaltiert, sondern gepflastert und sind somit wasserdurchlässig. So kann eine eventuelle Umgestaltung in Grünflächen (Renaturierung) ermöglicht werden.

Foto arkplätze (50Kb)

Die Parkplätze wurden von Anwohnern wie auch Lübeckbesuchern gut angenommen, da sie nahe an der Innenstadt gelegen sind. Dies beweist auch eine Passantenbefragung, die zeigt, dass viele Lübecker die Parkplätze an der Kanalstraße nutzen, um ihre Einkäufe in der Innenstadt zu erledigen. Viele Lübecker verlegen auch ihre Einkäufe an die Kanalstraße, was den dortigen Gewerbebetrieben  zugute kommt.



Das Parkhaus "Rosenpforte"

Der Kanal, der um 1900 eingeweiht wurde und der eine Verbindung als Bindewasserweg nach Hamburg darstellte, wurde vor dem Bau des Elbe-Lübeck-Kanals und des Klughafens geplant. Zu der damaligen Stadtmauer wurde Land aufgeschüttet, so daß Gewerbeflächen entstanden. Hier ließen sich Betriebe nieder, die an Wasser gebunden waren, zum Beispiel ein Waschband, eine Autovermietung, eine Holzverarbeitung und der Brennstoffhandel Klöckner. Die damalige Hafenbahn, von der noch die Schienen am Kanal zu sehen sind, verband die ehemaligen Betriebe und den Klughafen. Die Verbindung von Hafen und Gewerbe lohnte sich jedoch bald nicht mehr, so daß sie sich in andere Gebiete außerhalb der Stadt zurückzogen und Platz für Parkhaus und Parkplätze entstanden. 

So entstand 1976 das Parkhaus "Rosenpforte" mit 304 Stellplätzen. Das Parkhaus wurde unter der Grundstücksgesellschaft Trave gebaut und später vom Koordinierungsbüro Wirtschaft in Lübeck (KWL), dem jetzigen Betreiber, übernommen. Das KWL muß jährlich ca.22 000 DM an die Stadt als Ablösebetrag  bezahlen. 

Einen schwerwiegenden Nachteil bringt jedoch das Parkhaus mit sich. Auf dem Gelände befand sich früher ein Brennstoffhandel, und der Boden war völlig verunreinigt. Das Gebiet wurde nicht ausreichend saniert und da sich in der Mauer zwischen Trave und Ufer ein Loch gebildet hatte, lief Teeröl teilweise in die Trave und damit in das Grundwasser. Der Verursacher des Schadens kann nicht mehr belangt werden, und so muß der jetzige Parkhausbetreiber (KWL) den Schaden beheben. Eine Tiefbau- und eine Umweltfirma arbeiten in diesem Fall zusammen. Das Loch wird durch eine weitere Spindmauer abgedichtet, was allerdings hohe Kosten mit sich bringt. 

Außerdem bietet das Parkhaus "Rosenpforte" nicht die heutigen Standards entsprechende Sicherheit. Moderne Parkhäuser bieten den Benutzern eine bessere Beleuchtung und oft auch spezielle Frauenparkplätze. Heute sind die Parkhäuser meist transparent gestaltet, wie man an dem Parkhaus in der Possehlstraße erkennen kann.



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Susan Wessin - Stand : 30.9.1998 - Thomas-Mann-Schule Lübeck
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