Comeniusprojekt 2009-2011  
C
omparing CLIL Methodologies with other teaching strategies


„Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben."

Comenius-Treffen in Krakau vom 25. - 30.09.2010
Comenius Meeting in Kraków  (En)

Ende September wurde es in der kleinen südpolnischen Stadt Wieliczka, eine halbe Autostunde von Krakau entfernt, multikulturell. Lehrer und Schüler aus insgesamt sechs europäischen Ländern trafen sich im Rahmen  des Comenius -Projektes, um über CLIL-Unterrichtsmethoden zu diskutieren und die an den Schulen gesammelten Erfahrungen auszuwerten.

CLIL, das heißt Content and Language Integrated Learning, Fremdsprachengebrauch im Sachfach und wird an der TMS seit vielen Jahren im bilingualen Unterricht angewendet. In den Comenius-Partnerschulen in Krakau, Craiova, Mestre, Inverness, Fuentesauco und Frankfurt/M.  stellt diese Unterrichtsfom eine Neuheit dar, die mit Unterstützung des Projekts und der beteiligten Kollegen implementiert werden soll. Also keine Selbstverständlichkeit, zumal sprachliche Hürden – die Sachfachlehrer sind in der Regel keine Sprachenlehrer – und institutionelle Barrieren – Lehrpläne, zentrale Prüfungen, strenge Fachcurricula – häufig die Grenzen aufzeigen. Grenzen, die aber dank des Engagements der Schüler und Lehrkräfte überwunden werden.

In zwei verschiedenen Gremien, einem Lehrer-Gremium und einem Schüler-Gremium, wurden die vorab eingeholten Erfahrungen und Verbesserungsvorschläge  der Schüler zu traditionellem Unterricht präsentiert. Unterrichtsmethoden und -techniken wie Frontalunterricht, Lernen durch Lehren, Gruppenpuzzle, Placemates, Rollenspiel  … wurden diskutiert. Die Vorstellungen über das, was guten Unterricht ausmacht, galt es zu erfassen.

Während der Diskussionen war es sehr spannend zu sehen, wie sehr die Meinungen über einzelne Sozialformen,  wie z.B Gruppenarbeit, auseinander gingen. Außerdem war es interessant, die unterschiedlichen Ansätze und Ausführungen von Unterricht in den einzelnen Ländern kennen zu lernen. Diskutiert wurde natürlich auf Englisch. Organisation und Führung der Diskussionen übernahmen wir Schüler selbst. Das Resultat des Comenius-Treffens war ein Fragebogen, der der Evaluation von Unterrichtsmethoden dient und somit zur Verbesserung von Unterricht beitragen soll.



Doch nicht  nur Diskussionsrunden, sondern auch ausgiebige Besichtigungen der Umgebung waren Inhalt des Projektes. Unter der Kleinstadt Wieliczka im Karpatenvorland liegt das Salzbergwerk von Wieliczka, UNESCO-Weltkulturerbe seit 1978. Die Salzmine ist die einzige Mine, die seit dem Mittelalter bis heute aktiv ist, und sie verfügt insgesamt über 300km Gänge unter der Erde. Beeindruckende Hallen, künstliche Seen und bizarr geformte Höhlen haben dort die Bergleute über Jahrhunderte in Stein und Salz geschlagen. Kapellen und Säle, teilweise so groß wie eine Kirche, mit Kronleuchtern und Altären aus Salz sind dort zu bewundern.

Ein weiterer kultureller Höhepunkt der Reise war Krakau. Wir besichtigten das jüdische Viertel Kazimierz.


Die Rehmu-Synagoge

Es besteht aus vielen Synagogen, kleinen verschachtelten Gassen und einladenden und gemütlichen Cafés und Restaurants. Museen und Mahnmale erinnern an eine schwere Vergangenheit während des  Nationalsozialismus. Eine Autostunde entfernt von Krakau befinden sich die Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau, deren Besichtigung auch Teil unseres Programms war.



Am letzten Tag bestand die Möglichkeit, im Zentrum von Krakau das Flair der ehemaligen Hauptstadt und alten Königsstadt mit reicher Tradition, Geschichte und großer Kultur zu spüren. So besuchten wir die Marienkirche mit dem Hochaltar von Veit Stoß, den Wawelhügel mit Schloss und Kathedrale und bummelten entlang der Weichsel und durch die engen Gassen der Innenstadt.



Auf dem größten mittelalterlichen Marktplatz Europas stehen die Tuchhallen. In den individuell geschmückten Ständen kann man als Tourist von Schachbrettern bis Wollpuschen alles erwerben, was das Herz begehrt.



Den Abschluss des Treffens bildete ein gemeinsames Essen in einem Restaurant in Wieliczka. Mit vielen neuen Eindrücken fuhren wir nach vier Tagen wieder nach Hause. Vielen Dank für die hervorragende Organisation vor Ort  und das große Engagement aller Beteiligten. Im Dezember findet das nächste Comenius-Treffen in Lübeck statt. Wir freuen uns schon auf unsere Gäste!



Lisa Plennis 13s
Thomas-Mann-Schule Europaschule


Svetlana Okara, Winfried Harz, Dietrich Schulz und Susan Wessin
07.10.2010

© Fotos : Susan Wessin


Comeniustreffen
Inverness - Fuentesauco - Craiova - Wieliczka - Lübeck - Frankfurt - Venedig



Artikel
Auf dem Weg zu einer sprachenfreundlichen Schule - Sachfachunterricht in einer Fremdsprache: eine Zugewinngemeinschaft,
Dr. D. Köster-Bunselmeyer, S. Wessin (2006)  pdf-Dokument

Royal Inverness Academy
Otto-Hahn-Schule Frankfurt
ITIS Zuccante Mestre
Gimnazjum im. Kazimierza Wielkiego
Grupul SCOLAR "MATEI BASARAB" CRAIOVA
IES Fuentesauco - Spanien


 „Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.“

 
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