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Information
zum zweisprachigen Unterricht im
Fach Erdkunde 1. Der zweisprachige (bilinguale) Unterricht Als einziges Gymnasium der Region Lübeck macht die Thomas-Mann-Schule mit Wirkung vom 01.08.1997 ein bilinguales Unterrichtsangebot. Schülerinnen und Schüler des bilingualen Zweiges erhalten einen verstärkten Unterricht in Englisch und Erdkunde. An der Thomas-Mann-Schule lernen zunächst alle Kinder mehr Englisch: Sie haben 7 Stunden Englisch-Unterricht in der 5. Klasse und 5 Stunden in der 6. Klasse. In der 7. Klasse beginnt dann das eigentliche bilinguale Programm. Es wird der bilinguale Zweig gebildet: In einer Klasse wird der Erdkunde-Unterricht auf Englisch erteilt. Damit wird etwas langsamer vorgegangen und deshalb haben die SchülerInnen in der Woche drei Stunden anstelle von zwei im deutschsprachigen Unterricht. Insgesamt haben also alle Kinder in der 5. und 6. Klassenstufe eine Stunde mehr Englisch-Unterricht; von der 7. bis 10.Klasse haben die Kinder im bilingualen Zweig eine Stunde mehr Erdkunde-Unterricht. 2. Zielsetzung des bilingualen Unterrichts Die Kenntnis von Fremdsprachen bedeutet angesichts der zunehmenden kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Verflechtung Europas eine erhebliche Verbesserung beruflicher Chancen. Dementsprechend bieten bilinguale Züge an Gymnasien den Eltern die Möglichkeit, für ihre Kinder eine Ausbildung zu wählen, die auf eine Stärkung der fremdsprachlichen Kompetenz zielt. 3. Schulpraktische Fragen Bei der Einrichtung eines bilingualen Zweiges an einem Gymnasium sind natürlich zahlreiche Fragen zu beantworten: Werden die Kinder in dem in englischer Sprache erteilten Erdkunde-Unterricht erfolgreich lernen? Die Lerninhalte im bilingualen Unterricht und im normalen Zweig sind dieselben. Neben den englischsprachigen Unterrichtsmaterialien sind die Kinder auch im Besitz deutschsprachiger Fachbücher. Wegen des langsameren Fortschreitens im bilingualen Unterricht steht eine Unterrichtsstunde mehr in der Woche zur Verfügung. Bei der Benotung im Fach Erdkunde werden die sprachlichen Leistungen nicht bewertet. Kann jedes Kind den bilingualen Zweig wählen? In der Orientierungsstufe wird jedem Kind die Chance eingeräumt, sich den Anforderungen des Gymnasiums zu stellen und in der 6. Klasse herauszufinden, ob die englische Sprache zu seinen Interessenschwerpunkten gehört. In der 2. Hälfte der 6. Klasse kann sich jedes Kind, das Interesse am bilingualen Unterricht hat, um einen Platz in der Bili-Klasse bewerben. Da erfahrungsgemäß immer mehr BewerberInnen als Plätze zur Verfügung stehen, wird von der Klassenkonferenz (an der auch Elternvertreter teilnehmen) beurteilt, welche Kinder für den Eintritt in den bilingualen Zweig am besten vorbereitet sind. Die Schule macht dann diesen Kindern ein Aufnahmeangebot. Ein Anspruch auf Aufnahme besteht nicht. Die Schule darf den Zweig nur mit einer Klasse führen. Nach welchen Kriterien werden die Kinder ausgewählt? Zunächst legt die Schulleitung das Kontingent für die bili-Klasse fest; die Klasse hat etwa die gleiche Größe wie die anderen. Bei Vierzügigkeit ergibt sich daraus, dass ein Viertel jeder Klasse in den bili-Zweig aufgenommen werden kann. Bei der Auswahl der Kinder kommen folgende Kriterien zur Anwendung:
Gibt es Nachteile? Eigentlich gibt es keine, obwohl man bedenken sollte, dass das bilinguale Angebot der Schule zu dem normalen Unterricht hinzutritt. Jedoch hat man in der Orientierungsstufe viel Zeit, um festzustellen, ob ein Schüler oder eine Schülerin mit Aussicht auf Erfolg am bilingualen Unterricht teilnehmen kann. Auf jeden Fall ergibt sich für den Schüler/die Schülerin des bilingualen Zweiges langfristig eine größere Sprachkompetenz und vor allen Dingen ein selbstverständlicher Umgang mit der englischen Sprache. Peter Flittiger, Schulleiter
2010 |
Thomas-Mann-Schule - Thomas-Mann-Str. 14 - 23564 Lübeck - Tel. 0451/1228614 - Fax. 0451/1228621