Gremien
Informationen - Aktivitäten
SV Schulsanitätsdienst
Elternbeirat Kulturmark
TMS-Schulverein Eltern-Lehrer-Gesprächskreise
Ehemalige Die Orientierungsstufe

Der Arbeitskreis "Frühgeborene und Schule"

In diesem Arbeitskreis, der sich 1999 an der Thomas-Mann-Schule in Zusammenarbeit mit Fachleuten aus der Kinder- und Jugendmedizin, der
Psychologie und der Sonderpädagogik gebildet hat, versuchen Eltern und LehrerInnen gemeinsam die speziellen Probleme ehemaliger Frühgeborener im Schulalltag zu erfassen und individuelle Lösungswege zu finden.

In den letzten Jahren ist die Zahl der überlebenden frühgeborenen Kinder aufgrund der rasanten medizinischen Entwicklung immens gestiegen, so dass zum Teil sogar Kinder unter 500 g Geburtsgewicht,die in der 23.Schwangerschaftswoche geboren wurden, überleben können.
Die medizinische Versorgung der „Frühchen“ in den ersten Lebensmonaten hat wegen der intensiven Forschung auf diesem Gebiet einen sehr hohen Standard erreicht. Auch das Angebot zur qualifizierten Förderung dieser Kinder bis zum Schulalter ist noch recht umfangreich und zufriedenstellend.
Entgegen landläufiger Meinung haben viele der sehr früh geborenen Kinder ihre Defizite bis zum Eintritt des Schulalters leider noch nicht vollständig ausgleichen können. Dies zeigen auch aktuelle Forschungsergebnisse.
Es ist erwiesen, dass ein großer Teil der betroffenen Kinder Entwicklungsverzögerungen bzw. –störungen aufweist, die in ihrer Ausprägung sehr verschiedene Formen annehmen können, deren Entstehung aber mit der Frühgeburt ursächlich zusammenhängt.

Wegen der Vielschichtigkeit der Problematik und der mangelnden Erfahrung mit diesen Kindern sind einzelne Eltern und Lehrer oft überfordert, wenn sie nach Lösungen für die schulischen Probleme dieser Kinder suchen.

Unser Arbeitskreis trifft sich nach Bedarf in unregelmäßigen Abständen und dient dem Austausch von Erfahrungen und der gegenseitigen Unterstützung. Wir möchten zu individueller Lösungssuche ermutigen, Anregungen weitergeben und damit die Integration von Frühgeborenen in die Schule erleichtern.

Die Aktivitäten dieses Arbeitskreises wurden vorgestellt auf dem Symposium „Frühgeborene in der Schule – (k)ein Problem?!“, das vom Landesverband „Früh- und Risikogeborene Kinder Rheinland-Pfalz“ e.V. am 8. Mai 2010  in der Nähe von Mainz veranstaltet  wurde. Auf dieser interdisziplinären Tagung mit ca. 250 Teilnehmern wurden aktuelle Forschungsergebnisse aus Medizin und Psychologie zu den für den Schulerfolg entscheidenden Spätfolgen von Frühgeburtlichkeit präsentiert sowie pädagogische Konzepte erörtert, wie sich die Bildungschancen der betroffenen Kinder verbessern lassen.

Karin Pichura referierte auf der Fachtagung zum Thema: "Probleme Frühgeborener in der weiterführenden Schule und mögliche Lösungswege"

Foto: http://www.fruehgeborene-rlp.de/364sym10a.html

Wer sich für Programm und Beiträge des Symposiums interessiert, findet eine umfangreiche Dokumentation auf der Homepage des Landesverbandes

Dessen Webseiten enthalten außerdem viele weitere hilfreiche Informationen zum Bereich „Frühgeborene und Schule“:
www.fruehgeborene-rlp.de
www.fruehgeborene-bildung.de

Karin Pichura
14.05.2010
Thomas-Mann-Schule  - Thomas-Mann-Str. 14 - 23564 Lübeck - Tel. 0451/1228614  - Fax. 0451/1228621
Impressum